Nina Kolleck (* 1981) ist eine deutsche Bildungsforscherin und Politikwissenschaftlerin. Seit 2023 ist sie Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam.
Von 2000 bis 2001 absolvierte Kolleck einen sozialen Dienst bei einer sozialpädagogischen Organisation in der Normandie, wo sie unter anderem Analphabeten unterrichtete. Sie studierte an der Université de Caen, der Universität in Quito und von 2001 bis 2007 an der Universität Potsdam. Während des Studiums war sie unter anderem in Ecuador, beim Deutschen Bundestag und in Kamerun tätig.
2010 wurde sie am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin promoviert. 2018 wurde sie am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin habilitiert.
Von 2010 bis 2013 war sie PostDoc am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin. Von 2013 bis 2014 war sie als Postdoktorandin und Nachwuchsgruppenleiterin an der Universität Heidelberg und der Hertie School tätig. Von 2014 bis 2019 war sie W1-Professorin für Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Modellierung und Analyse sozialer Systeme an der Freien Universität Berlin. Von 2018 bis 2019 hatte sie eine W3-Professur an der RWTH Aachen inne. Von 2019 bis 2023 war sie W3-Professorin für Politische Bildung und Bildungssysteme an der Universität Leipzig. Seit 2023 ist sie W3-Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam.
Zwischen 2016 und 2023 hatte sie mehrere Aufenthalte als Gastwissenschaftlerin beziehungsweise Gastprofessorin an der University of British Columbia, der University of California, Berkeley, der Hebräischen Universität Jerusalem, der Universität Tel Aviv und am University Institute of Lisbon.
Sie ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Steuerungsgruppe „Feststellung der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens im internationalen Vergleich“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz.
2024 wurde sie als Expertin in die Initiative für einen handlungsfähigen Staat berufen, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von Thomas de Maizière, Julia Jäkel, Peer Steinbrück und Andreas Voßkuhle initiiert wurde.
Seit 2026 ist sie Mitglied des Bundesjugendkuratoriums, das die Bundesregierung in Fragen der Kinder- und Jugendpolitik berät.
Kolleck leitete von 2019 bis Januar 2025 das Metavorhaben MetaKLuB zur Förderrichtlinie „Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen“.
Sie war als Antragstellerin an Teilprojekten der DFG-Forschergruppe FOR 1745 „Internationale Verwaltung. Entstehung und Entwicklung von Verwaltungsmustern und ihr Einfluss auf die internationale Politikgestaltung“ beteiligt.
2022 erhielt sie einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats für das Projekt „The Emergence of Global Non-Governmental Spaces in Education“ (EmergEd). Die Förderung beträgt rund 1,5 Millionen Euro.
| Personendaten | |
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| NAME | Kolleck, Nina |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Bildungsforscherin und Professorin |
| GEBURTSDATUM | 1981 |