Niobate

Als Niobate werden die Salze bezeichnet, die sich von Niobsäuren ableiten.

Meta-Niobate haben die allgemeinen Formel MNbO3 (z. B. Kaliumniobat). Es handelt sich um Mischoxide mit einer Perowskit-Struktur, die somit keine isolierten NbO3−-Ionen enthalten. Sie sind wegen ihrer optischen, ferroelektrischen und piezoelektrischen Eigenschaften von Interesse.

Die Niobate der Lanthanoide LnNbO4 (mit Ln = Lanthanoid) enthalten isolierte NbO43−-Ionen.

Ortho-Niobate mit der allgemeinen Formel M4Nb2O7 (M = einwertiges Metallion) sind Halbleiter.

Es sind auch Niobate mit der Zusammensetzung M8Nb6O19 und Na14Nb12O37 bekannt.

Vorkommen

In der Natur kommen Niobate in Form verschiedener anerkannter Minerale vor, so unter anderem

Einzelnachweise

  1. ↑ Eintrag zu Niobate(V). In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 31. Juli 2020.
  2. ↑ A. F. Holleman, N. Wiberg: Anorganische Chemie. 103. Auflage. 2. Band: Nebengruppenelemente, Lanthanoide, Actinoide, Transactinoide. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2016, ISBN 978-3-11-049590-4, S. 1840 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. ↑ Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: The New IMA List of Minerals – A Work in Progress – Updated: May 2023. (PDF; 3,7 MB) In: cnmnc.main.jp. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Mai 2023, abgerufen am 25. Juni 2023 (englisch).