Der Begriff Non-Touch-Technik (engl. no touch, nicht berühren) stammt aus dem Bereich der medizinischen Versorgung. Dazu gehören beispielsweise das Legen eines Katheters oder die Versorgung einer Wunde mit Verbandmaterial. Die Wunde und das direkt aufzubringende Verbandmaterial werden nicht mit bloßen Händen berührt. Diese Technik soll die Übertragung von Krankheitserregern minimieren.
Funktion
Die Non-Touch-Technik wird angewendet, um eine hygienische Versorgung einer Wunde zu gewährleisten bzw. eine Kontamination durch das Tragen von Schutzhandschuhen zu verhindern. Daneben sind Schutzkleidung für alle beteiligten Personen, keimarme Einmalhandschuhe, eine regelgerechte Händedesinfektion unerlässlich.
Aseptische Wunden werden vor den septischen Wunden behandelt.
Mit einer Kompresse darf nur einmal über die Wunde gewischt werden.
Salben, Verbandwagen usw. nicht mit kontaminierten Handschuhen anfassen.
Material
Unsterile und sterile Handschuhe
Sterile Kompressen
Elastisches und unelastisches Verbandmaterial, Fixierbinden etc.
Pflaster
Schere
Sterile Pinzette
Desinfektionsspray
Prozessqualität
Im weitesten Sinne gehören hierzu Maßnahmen der Prozessqualität: Im Krankenhaus oder in chirurgischen Einrichtungen können Geräte ohne Zuhilfenahme der Hände bedient werden, beispielsweise Wasserhähne, Seifenspender oder durch Lichtschranken gesteuerte Schiebetüren.
Einzelnachweise
↑Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ Schriftenreihe des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege, Osnabrück 2009, S. 49
Kerstin Protz: Moderne Wundversorgung. Praxiswissen, Standards und Dokumentation, 10. Auflage, Elsevier Verlag, 2022, ISBN 978-3-437-27887-7
Franz Sitzmann: "Hygiene kompakt: Kurzlehrbuch für professionelle Krankenhaus- und Heimhygiene", ISBN 3456846592
Lothar Ullrich und Dietmar Stolecki: "Intensivpflege und Anästhesie", 6. Oktober 2010, ISBN 9783131309129
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