Norbert Brox

Norbert Brox (* 23. Juni 1935 in Paderborn; † 30. September 2006 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher katholischer Theologe. Er war Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie und Inhaber des Lehrstuhls für Historische Theologie an der Universität Regensburg.

Leben

Norbert Brox studierte nach seiner Reifeprüfung, die er im Jahre 1955 am Gymnasium Petrinum in Brilon (NRW) absolvierte, von 1955 bis 1962 Theologie, Philosophie und Klassische Philologie in Paderborn und München und promovierte 1961 im Fach neutestamentliche Exegese. 1965 erhielt er den Kardinal-Innitzer-Preis. Nach mehreren Jahren als Assistent am Internationalen Forschungszentrum für Grundfragen der Wissenschaften in Salzburg gelang es ihm, als Nichtpriester im Jahre 1966 die Lehrberechtigung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz zu erlangen.

1969 wurde er zum außerordentlichen Professor für Katholische Theologie und Religionspädagogik an der PH München ernannt. An der Katholischen Fakultät der Universität Regensburg hatte er seit 1968 einen Lehrauftrag für die Fächer Alte Kirchengeschichte und Patrologie inne. Nach einer durch seinen Laienstatus bedingten Wartefrist von sechs Jahren berief ihn die Fakultät 1973 auf den Lehrstuhl für Historische Theologie, der die von ihm bis dahin bereits vertretenen Fächer umfasste. Diese Funktion konnte er bis zu seinem Ruhestand im Jahre 2000 wahrnehmen.

Brox engagierte sich bei Pax Christi und wandte sich gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf (WAA). Er unterstützte den christlichen Widerstand gegen die WAA am Franziskus-Marterl.

1993 wurde Brox in die Bayerische Akademie der Wissenschaften berufen.

Brox war Mitherausgeber des Evangelisch-Katholischen Kommentars, des Kommentar zu den Apostolischen Vätern, des Kommentar zu frühchristlichen Apologeten sowie der Quellensammlung Fontes Christiani. Für Letztere übersetzte er das Gesamtwerk des Theologen Irenäus von Lyon, darunter sein Hauptwerk Adversus haereses. Brox schrieb auch den Artikel über Irenäus von Lyon für das Reallexikon für Antike und Christentum.

Norbert Brox war seit 1962 verheiratet und hatte aus seiner Ehe zwei Kinder.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Manfred Weitlauf: Nachruf Norbert Brox. In: Akademie aktuell 01/2007, S. 54–55
  2. ↑ Ferdinand R. Prostmeier: Brox, Norbert. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. 35. Nordhausen 2014, Sp. 189.
  3. ↑ Ferdinand R. Prostmeier: Brox, Norbert. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. 35. Nordhausen 2014, Sp. 190.
  4. ↑ Ferdinand R. Prostmeier: Brox, Norbert. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. 35. Nordhausen 2014, Sp. 196.
  5. ↑ Norbert Brox: Erfahrungen um Wackersdorf. In: Volker Eid (Hrsg.): Prophetie und Widerstand (= Theologie zur Zeit. 5). Düsseldorf 1989, S. 30–39.
  6. ↑ Gedenkrede für Norbert Brox von Konrad Baumgartner am 31. Oktober 2006 (PDF; 1,43 MB, S. 23).
  7. ↑ Ferdinand Prostmeier: Brox, Norbert. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. 35. Nordhausen 2014, Sp. 191.
Personendaten
NAME Brox, Norbert
KURZBESCHREIBUNG deutscher katholischer Theologe
GEBURTSDATUM 23. Juni 1935
GEBURTSORT Paderborn
STERBEDATUM 30. September 2006
STERBEORT Freiburg im Breisgau