Norbert Conrads

Norbert Conrads (* 21. September 1938 in Breslau, Provinz Niederschlesien) ist ein deutscher Historiker und Germanist.

Leben

Norbert Conrads studierte ab 1960 Geschichte und Germanistik an den Universitäten Wien und Köln, wo er 1968 promovierte. Nach der Habilitation 1978 an der Universität des Saarlandes war er von 1981 bis 2003 Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Stuttgart sowie Leiter des Projektbereichs „Schlesische Geschichte“. Von 1990 bis 1991 war er Dekan der Fakultät Geschichts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Er ist Autor zahlreicher Studien zur Bildungs- und Sozialgeschichte und zur Geschichte Schlesiens sowie Mitglied der Historischen Kommission für Schlesien.

Für seine wissenschaftlichen Verdienste wurde er mehrfach geehrt: 1998 erhielt er den Georg Dehio-Preis, im Jahr 2000 den Sonderpreis des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen sowie 2004 die Goldene Medaille der polnischen Universität Breslau, die ihm im Jahre 2011 in Würdigung seiner Verdienste um die Erforschung der Neueren Geschichte, um die Geschichte Schlesiens und die langjährige wissenschaftliche Kooperation mit der Universität in Breslau den Titel eines Doctor honoris causa verlieh. Im Jahr 2017 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Publikationen und Herausgeberschaften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Mitglieder. Ordentliche Mitglieder der Historischen Kommission für Schlesien. In: hiko-schlesien.de. Historische Kommission für Schlesien, Oktober 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Dezember 2014; abgerufen am 1. Juni 2023.
  2. ↑ red: Bundesverdienstkreuz für Norbert Conrads. Streiter für ein friedliches Europa. In: Stuttgarter Zeitung. 7. September 2017, abgerufen am 1. Juni 2023.
Personendaten
NAME Conrads, Norbert
KURZBESCHREIBUNG deutscher Historiker und Germanist
GEBURTSDATUM 21. September 1938
GEBURTSORT Breslau, Provinz Niederschlesien