Norbert Hornig (* 27. Mai 1935 in Langenbielau, Kreis Reichenbach, Provinz Niederschlesien; † 28. Dezember 2024 in Bad Düben) war ein deutscher Maler, Grafiker und Gebrauchsgrafiker.
Norbert Hornig war der Sohn von Ernst Hornig. Ende 1946 wurde die Familie aus Schlesien vertrieben; seine Mutter ließ sich mit ihm in Leipzig nieder. In Leipzig-Volkmarsdorf absolvierte er von 1949 bis 1952 eine Ausbildung als Bäcker. Von 1955 bis 1958 war er in Leipzig Kultur- und Sportinstrukteur der FDJ. Von 1958 bis 1963 studierte er bei Gerhard Kurt Müller und Heinz Wagner an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig(HGBK).
Nach dem Diplom war er von 1963 bis 1967 in Leipzig als freischaffender Künstler tätig. Er gestaltete Plakate unter anderem für den FDGB, die in ihrer freien Konzeption auffielen. Von 1967 bis 1970 war Hornig an der HGBK Aspirant bei Wagner. Von 1971 und 1977 war er Sekretär der Internationalen Buchkunstausstellungen (Iba). Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und dort im Bezirksverband Leipzig und in der zentralen Leitung der Sektion Gebrauchsgrafik leitend tätig. Hornig hatte in der Zeit der DDR im In- und Ausland eine bedeutende Anzahl von Ausstellungen. Unter anderem war er 1967/68 auf der VI. Deutschen Kunstausstellung und 1977/78 sowie 1982/83 auf der VIII. bzw. IX. Kunstausstellung der DDR in Dresden vertreten. Studienreisen führten ihn nach Polen, Ungarn, 1970 und 1976 nach London und Leicester, 1975 in die UdSSR, 1977 nach Bukarest und 1980 nach München.
Von 1978 bis 1991 lehrte Hornig im Grundlagenstudium an der Hochschule für industrielle Formgestaltung, Halle, ab 1981 als Dozent und ab 1984 als Professor. 1985 gründete er die Grafik-Presse „CUM FIGURIS PRESSE“. 1986 begann er mit dem Aufbau seines Ateliers in Schnaditz, einem Stadtteil von Bad Düben. Ab 1992 arbeitete Hornig wieder freiberuflich in Leipzig.
Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hornig, Norbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 27. Mai 1935 |
| GEBURTSORT | Langenbielau, Kreis Reichenbach, Provinz Niederschlesien |
| STERBEDATUM | 28. Dezember 2024 |
| STERBEORT | Bad Düben |