Norbert Koubek (* 15. April 1942 in Lanz, Böhmen) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler.
Koubek studierte von 1962 bis 1967 Volkswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt. Nach dem Abschluss zum Diplom-Volkswirt war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für das Kreditwesen der Universität und promovierte 1969 zum Dr. rer. pol. Danach entschied er sich für eine Tätigkeit als Wissenschaftlicher Referent beim Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Düsseldorf. Hier entwickelte er unter anderem im Rahmen einer von ihm aufgebauten und geleiteten Projektgruppe die sogenannte „Arbeitsorientierte Einzelwirtschaftslehre (AOEWL)“, die innerhalb der Betriebswirtschaftslehre eine heftige und kontroverse Diskussion auslöste.
1974 folgte er einem Ruf auf eine Professur für Wirtschaftswissenschaft am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Bergischen Universität Wuppertal. Die Schwerpunkte seiner Lehr- und Forschungstätigkeiten lagen, ausgehend von der Arbeitswirtschaft, in den Bereichen der Arbeitsorientierten Theorie der Unternehmung, der Multinationalen Konzerne und Globalisierung der Wirtschaft sowie der Innovationen und Wirtschaftszyklen. Er war und ist in Teilen weiterhin Lehrbeauftragter an zahlreichen Hochschulen, unter anderem an den Universitäten in Warschau, St. Petersburg, Bukarest, Pune.
Er gehörte 1975 zu den Unterzeichnern des Memorandums „Für eine wirksame und soziale Wirtschaftspolitik“, aus dem die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik hervorging.
Zwischen 1978 und 2006 war er Mitglied des Aufsichtsrats der Saarstahl AG, Völklingen, Ende 2002 gehörte er zu den Gründern des Alumni e. V. im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft und übernahm dort von 2003 bis 2007 den Vorsitz im Vorstand. Zur Verbesserung der universitären und studentischen Organisationskultur und zur Verstärkung der Zusammenarbeit mit der Stadt und Region. Hier initiierte und verantwortete er in den folgenden Jahren die seit 2003 jährlich in den Räumen der Historischen Stadthalle Wuppertal stattfindenden Absolventenfeiern mit anschließendem Universitätsball, und Ende 2007 wurde mit seiner Beteiligung die Schumpeter School Stiftung gegründet, in der er seither als Sprecher im Vorstand tätig ist. Ende des Sommersemesters 2010 verabschiedete sich Koubek nach 72 Semestern mit einer Abschiedsvorlesung zum Thema „Ein Urphänomen und seine Wirkung - Die Macht des Lichts und ihre ökonomischen Folgen“ aus dem Lehrstuhl, um unmittelbar danach bis Mitte 2012 als Gründungsdirektor das Zentrum für Weiterbildung der Bergischen Universität aufzubauen.
Koubek ist Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, deren Schwerpunkte in den drei Gebieten Wirtschaftsstrukturen und Institutionen, Arbeitsorientierung und Betriebswirtschaftslehrer sowie Internationale Organisationen und Globalisierung liegen.
Wirtschaftstrukturen und Institutionen
Arbeitsorientierung und Betriebswirtschaftslehre
Internationale Organisationen und Globalisierung
Eine nach dieser Systematik gegliederte Zusammenstellung an Veröffentlichungen in Einzelautorenschaft erschien 2010 unter dem Titel „Jenseits und Diesseits der Betriebswirtschaftslehre. Institutionen – Unternehmenstheorien – Globale Strukturen“.
| Personendaten | |
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| NAME | Koubek, Norbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wirtschaftswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 15. April 1942 |
| GEBURTSORT | Lanz |