Norbert Reichling (* 1. Oktober 1952; † 15. September 2024) war ein deutscher Sozialwissenschaftler und politischer Erwachsenenbildner.
Norbert Reichling wuchs in Wuppertal auf und studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Publizistik an der Universität Münster (M.A.). Er wurde 1983 an der Gesamthochschule Paderborn mit der von Arno Klönne betreuten Dissertation Akademische Arbeiterbildung in der Weimarer Republik zum Dr. phil. promoviert.
Von 1979 bis 2018 war er als pädagogischer Mitarbeiter im Leitungsteam des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW in Essen tätig. Von 1997 bis 2001 war er Redaktionsmitglied des jährlich publizierten Grundrechte-Reports mehrerer deutscher Bürgerrechtsorganisationen. Von 2008 bis 2010 war er zudem als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Erinnerungskultur und Zivilgesellschaft in Ostdeutschland – Lokale Erfahrungen“ tätig.
Von 2006 bis 2020 war Reichling ehrenamtlicher Leiter des Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten und Vorsitzender des dortigen Trägervereins, außerdem Vorstandsmitglied der Humanistischen Union NRW sowie (bis 2022) des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte NRW.
Reichling war Lehrbeauftragter an den Universitäten Duisburg-Essen und Dortmund und verfasste mehrere Bücher, Expertisen und zahlreiche Fachaufsätze sowie Handbuch-Beiträge zur Gegenwart und Geschichte der Erwachsenenbildung, der politischen Bildung, zu Weiterbildungspolitik, Bildungsurlaub, biografischem Lernen, Zeitgeschichte von Bundesrepublik und DDR, Gedenkstättenpädagogik, jüdischer Geschichte und Geschichtskultur.
| Personendaten | |
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| NAME | Reichling, Norbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Sozialwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 1. Oktober 1952 |
| STERBEDATUM | 15. September 2024 |