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Angefangen wohl mit Sokrates haben Philosophen über Normenkonflikte immer wieder nachgedacht und geschrieben. Über diese Literatur sollte wenigstens ein kurzer Abriss geboten werden.
Eine Normenkollision oder ein Normenkonflikt tritt auf, wenn auf einen Sachverhalt mehrere verschiedene Rechtsnormen anwendbar sind, die einander widersprechen.
Eine Normenkollision muss mit einer Kollisionsregel aufgelöst werden. Danach ist eine Norm gegenüber der oder den anderen vorrangig. Hinsichtlich der Auswirkungen dieses Vorrangs ist zwischen dem Geltungsvorrang und dem Anwendungsvorrang zu unterscheiden. Dies beruht auf dem Grundsatz der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung, nach der ein Rechtssatz nicht gleichzeitig wahr und falsch sein kann.
↑Hayrettin Ökçesiz: Ein Vorläufer des zivilen Ungehorsams: Sokrates. In: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie / Archives for Philosophy of Law and Social Philosophy (ARSP). Band81, Nr.1, 1995, S.65–72, JSTOR:23680088.
12Klaus F. Röhl, Hans Christian Röhl:Allgemeine Rechtslehre. Ein Lehrbuch. 3. Auflage. Carl Heymanns, Köln 2008, ISBN 978-3-452-26001-7, S.154,156.