Notoderus maculatus

Notoderus maculatus
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Tachininae
Tribus: Polideini
Gattung: Notoderus
Art: Notoderus maculatus
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Notoderus
Cortés, 1986
Wissenschaftlicher Name der Art
Notoderus maculatus
Cortés, 1986

Notoderus maculatus ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1986 von dem chilenischen Entomologen Raúl Cortés erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Notoderus zugewiesen. Das lateinische Art-Epitheton maculatus bedeutet „gefleckt“.

Taxonomie

Die monotypische Gattung Notoderus wird der Tribus Polideini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.

Merkmale

Es handelt sich um 4–5 mm lange beborstete Fliegen. Cortés (1986) beschrieb Gattung und Art wie folgt: Notoderus ist ähnlich zur Gattung Lypha (im Sinne von Aldrich 1934), mit der folgende Merkmale gemeinsam sind: behaarte Augen, nackte Parafazien, Gesichtsleisten mit wenigen Borsten oberhalb der Vibrissen, mittleres Glied der Arista (Fühlerborste) verlängert, Diskalborsten auf dem Scutellum und den mittleren Abdominaltergiten, Infrasquamalborsten vorhanden. Die Gattung Notoderus unterscheidet sich hingegen durch kräftige, divergierende und kaum nach vorn gerichtete (proklinate) Ocellarborsten. Männchen und Weibchen sind mit nach vorn gerichtete (proklinate) Fronto-Orbitalborsten sowie einem weiteren, oberen, divergierenden Paar besetzt. Die inneren Vertikalborsten sind bei beiden Geschlechtern stark gekreuzt. Männchen und Weibchen sind mit zwei Paaren von Vertikalborsten besetzt. Der Costaldorn ist gut entwickelt. Die Apikalzelle ist genau am Flügelrand geschlossen. Die vierte Längsader ist mit einem sehr kurzen Fortsatz am Cubitulus der Apikalzelle versehen. Die dritte Längsader ist mit 3 oder 4 kleineren Borsten (Setulae) an der Basis besetzt. Es sind kräftige und gut entwickelte Pteropleuralborsten vorhanden. Die Flügel sind stark gefleckt, mit rauchigen Flecken an der Flügelbasis, auf den Queradern, an deren Einmündung in die Längsadern sowie am Cubitulus der Apikalzelle. Diskalborsten befinden sich auf dem Scutellum und auf den mittleren Abdominaltergiten. Die apikalen Scutellarborsten sind deutlich gekreuzt. Weitere Merkmale und Borsteneigenschaften sind wie bei Lypha. Für die Männchen gilt: Sie sind überwiegend schwarz mit deutlichem Bestäubungsbelag. Parafrontalia, Parafacialia und Clypeus sind mit unregelmäßigem, mattem, silbrigem Bestäubungsbelag versehen. Die Wangen sind breit, gut ausgebildet und weniger dicht bestäubt. Das dritte Fühlerglied ist 2,2-mal so lang wie das zweite. Die Taster sind normal entwickelt, gelbbraun. Das Notum, die Pleuren, das Scutellum und die Abdominaltergite sind stark bestäubt, mit demselben unregelmäßigen, matten, silbrigen Belag wie am Kopf. Das Scutellum besitzt eine rötliche Spitze. Die Flügel sind gefleckt. Die Calyptrae (Schüppchen) sind schmutzigweiß. Die Beine sind schwarz, die Tibien (Schienen) sind undeutlich rötlich. Für die Weibchen gilt: Wie die Männchen, aber dichter bestäubt, besonders auf den Abdominaltergiten. Das dritte Fühlerglied ist weniger als doppelt so lang wie das zweite. Zwei Paare divergierender Fronto-Orbitalborsten befinden sich im oberen Bereich der Parafrontalia.

Verbreitung

Notoderus maculatus kommt im äußersten Süden von Südamerika vor. Funde gibt es aus der Región de Magallanes y de la Antártica Chilena im Süden von Chile.

Lebensweise

Notoderus maculatus ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 R. Cortés: Taquinidos de Aysen (XI Region) y Magallanes (XII Region) Chile (Diptera: Tachinidae). (PDF; 1,3⁩ MB) In: Acta Entomológica Chilena 13. 1986, S. 133–160, abgerufen am 9. Oktober 2026 (spanisch, auf Seite 150).
  2. 1 2 3 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 9. Oktober 2026 (englisch).