| Nowizna Neudorf | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Dzierżoniów | |
| Gmina: | Dzierżoniów | |
| Geographische Lage: | 50° 45′ N, 16° 37′ O | |
| Einwohner: | 383 | |
| Postleitzahl: | 58-116 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 74 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DDZ | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |


Nowizna (deutsch Neudorf/Eule) ist ein Dorf in der Landgemeinde Dzierżoniów (Reichenbach) in der Wojewodschaft Niederschlesien in Polen.
Nowizna liegt sieben Kilometer nordöstlich von Dzierżoniów (Reichenbach) und 51 Kilometer südwestlich von Breslau.
Die Ersterwähnung erfolgte in einer Urkunde vom 8. September 1292, als Herzog Bolko I. dem Stift Grüssau die Hufen in Ernsdorf und Neudorf („Nova Villa“) bei Reichenbach übergab. Neudorf war früher in Ober- und Nieder-Neundorf unterteilt, gehörte aber einer Herrschaft. Im 16. Jahrhundert besaßen es die Herren von Schellendorf, die 1565 dort ein erstes Schloss errichten ließen. Diesen folgte im 17. Jahrhundert Friedrich von Czettritz, der 1657 starb. Erben waren dessen Söhne Ernst, Siegmund und Hans von Czettritz. 1677 gehörte es Ernst Albrecht von Czettritz auf Neudorf. Später kam das Gut an die Herren Gellhorn, darunter 1770 Charlotte von Gellhorn geborene Knobelsdorf.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1741/42 fiel Neudorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Die alten Verwaltungsstrukturen wurden aufgelöst und Neudorf in den Landkreis Reichenbach eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1785 zählte Neudorf, das 1/2 Meile von Reichenbach entfernt war, eine katholische Kirche, die 1602 vom damaligen Gutsbesitzer Schellendorf instandgesetzt wurde, ein Pfarr- und ein Schulhaus, drei Vorwerke, 16 Bauern, 25 Gärtner, 15 Häusler, zwei Wassermühlen und 341 Einwohner.
1845 zählte Neudorf, das den Grafen Stolberg-Wernigerode gehörte 76 Häuser, ein herrschaftliches Schloss mit Ziergarten, 615 meist evangelische Einwohner (141 katholisch), evangelische Kirche zu Reichenbach, eine um 1742 gegründete evangelische Schule, eine katholische Teilkirche in dem etwa acht Mal Gottesdienst stattfand (Adjunkt der Pfarrkirche von Peterswaldau), eingepfarrt ausschließlich Neudorf, eine Hufe Pfarrwidum, zwei Wassermühlen, zwei Rustikalbrennereien, 56 Webstühle, zehn Handwerker und sieben Händler. Die drei Vorwerke und zwei Kretschame hießen:
Seit 1874 bildeten die Landgemeinde Neudorf und der gleichnamige Gutsbezirk den Amtsbezirk Neudorf. Amtsvorsteher war seit 1874 der Wirtschaftsinspektor Paul Wolf. 1933 erhielt die Landgemeinde den amtlichen Namen Neudorf (Eule).
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Neudorf 1945 zur Verwaltung an Polen und wurde in Nowizna umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.