Nusseiben

Nusseiben

Florida-Nusseibe (Torreya taxifolia)

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Coniferopsida
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Eibengewächse (Taxaceae)
Gattung: Nusseiben
Wissenschaftlicher Name
Torreya
Arn.

Die Nusseiben (Torreya) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Sie besitzt heute ein disjunktes Areal mit Arten in den südöstlichen sowie westlichen USA und in China sowie Japan.

Beschreibung

Illustration der Japanischen Nusseibe (Torreya nucifera)
Vom grünen Arillus umhüllte Samen der Großen Nusseibe (Torreya grandis)

Vegetative Merkmale

Nusseiben-Arten sind immergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Die Äste sind in Wirteln und die Zweige fast gegenständig bis fast wirtelig angeordnet. Die Borke ist braun bis gräulich-braun. Die Nadeln scheinen zweireihig am Zweig angeordnet zu sein. Die Winterknospen besitzen einige kreuzgegenständig angeordnete Paare von Knospenschuppen. Der Sämling besitzt nur zwei Keimblätter (Kotyledonen).

Die Blätter sind kreuzgegenständig oder fast gegenständig und zweizeilig an den Zweigen angeordnet. Die an ihrer Basis gedrehten Blätter sind ledrig und lineal oder lineal-lanzettlich mit herablaufender Basis sowie scharf zugespitztem oberen Ende. Auf der etwas konvexen Blattunterseite sind zwei Stomatabänder und Harzkanäle vorhanden und der Mittelnerv ist mehr oder weniger undeutlich erkennbar.

Generative Merkmale

Sie sind meist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), sehr selten einhäusig (monözisch).

Die männlichen Zapfen stehen einzeln und seitenständig auf einem kurzen Schaft. Die männlichen Zapfen sind ellipsoid oder kurz säulenförmig und enthalten sechs bis acht Wirtel mit je vier Mikrosporophylle. Jedes Mikrosporophyll besitzt selten drei oder meist vier hängende Pollensäcke (Mikrosporangien).

Die weiblichen Blütenzapfen sind sitzend paarweise in den Blattachseln angeordnet. Die weiblichen Blütenzapfen besitzen zwei Paare kreuzgegenständiger Zapfenschuppen und eine seitliche. Es ist nur eine aufrechte Samenanlage vorhanden. An der Basis der haltbaren Zapfenschuppen befindet sich ein sukkulenter Arillus. Dieser grüne Samenmantel (Arillus) umgibt den Samen; beide Strukturen zusammen wirken steinfruchtartig. Die Samen brauchen von der Befruchtung bis zur Reife im Herbst etwa zwei Jahre.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11; es liegen Chromosomenzahlen von 2n = 22 vor.

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Torreya wurde 1838 durch George Arnott Walker Arnott in Annals of Natural History, 1, S. 130–132 aufgestellt. Es gibt auch andere Veröffentlichungen für diesen Gattungsnamen, aber die von Arnott wurde als die gültige festgelegt. Der botanische Gattungsname Torreya ehrt den US-amerikanischen Arzt, Chemiker und Botaniker John Torrey (1796–1873). Ein Synonym für Torreya Arn. ist Tumion Raf.

Die Gattung Torreya besitzt heute ein disjunktes Areal mit Arten, die nur in Nordamerika (in den südöstlichen und westlichen USA) oder nur Asien (in China und Japan) vorkommen. Die Torreya-Arten kommen heute überwiegend an den Pazifikküsten vor und ihre Verbreitung deutet auf eine ehemals kontinuierliche Verbreitungszone über die Beringstraße hin.

Es gibt sechs Arten in der Gattung Torreya, die hier mit ihrem Verbreitungsgebiet angegeben sind:

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Torreya im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. 1 2 3 Matthew H. Hils: Taxaceae.: Torreya Arnott. - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 2: Pteridophytes and Gymnosperms. Oxford University Press, New York und Oxford, 1993, ISBN 0-19-508242-7.
  3. ↑ W. Jardine, P. J. Selby, W. J. Hooker, Richard Taylor: Torreya, Arn. In: Annals of Natural History; or Magazine of Zoology, Botany, and Geology. Volume 1. R. and J. E. Taylor, London 1938, S. 130 f. (englisch, eingescannt bei biodiversitylibrary.org [abgerufen am 21. Dezember 2018]).
  4. ↑ Torreya bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  5. ↑ Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. online.
  6. 1 2 Christopher J. Earle: Torreya. In: The Gymnosperm Database. 28. Februar 2019, abgerufen am 3. Mai 2019 (englisch).
  7. 1 2 3 4 Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Arten und Sorten. In: Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  8. 1 2 3 4 5 6 7 Liguo Fu, Nan Li, Robert R. Mill: Taxaceae.: Torreya Arnott, S. 94 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 4: Cycadaceae through Fagaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1999, ISBN 0-915279-70-3.
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