| Film | |
| Titel | Nynke |
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| Produktionsland | Niederlande |
| Originalsprache | Westfriesisch |
| Erscheinungsjahr | 2001 |
| Länge | 110 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Pieter Verhoeff |
| Drehbuch | Pieter Verhoeff |
| Produktion | Hans de Weers, Hans de Wolf |
| Musik | Cees Bijlstra |
| Kamera | Paul van den Bos |
| Schnitt | Mario Steenbergen |
| Besetzung | |
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Nynke ist eine friesische Filmbiografie aus dem Jahr 2001 unter der Regie von Pieter Verhoeff (1938–2019), der auch das Drehbuch verfasste. Das Werk wurde mit zwei Goldenen Kälbern ausgezeichnet als Bester Film und Beste Hauptdarstellerin für Monic Hendrickx. Er war zudem der niederländische Kandidat für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.
Als Grundlage diente das Buch De Oare Helte (friesisch für „Die andere Hälfte“), niederländischer Titel: Eigen Waarde (zu deutsch „Selbstwertgefühl“) von Tineke Steenmeijer-Wielenga.
Die Hauptfigur Nynke steht für Nienke van Hichtum, ein Pseudonym der Autorin Sjoukje Bokma de Boer (1860–1939). Der Film ist autobiografisch: Nynke hat große Pläne für ihr Leben und lernt den Jurastudenten Pieter Jelles Troelstra kennen. Gemeinsam können sie gut über Literatur, Dichtung und andere kulturelle Themen sprechen.
Sjoukje schreibt ebenfalls, das später berühmte Afke’s Tiental (deutsch: „Afkes Zehn“, gemeint sind die Anzahl der eigenen Kinder); in der Hauptfigur Afke stecken viele autobiografische Elemente von Nynke. Nach ihrer Heirat gerät Sjoukje jedoch immer mehr in eine Nebenrolle, als Pieter Jelles seine Tätigkeit als sozialistischer Anführer in den Lebensmittelpunkt rückt. Sie leidet sehr darunter. Sie ist oft krank und steht immer mehr alleine da. Nynkes Krankheit ist schließlich so schwerwiegend, dass sie einen Nervenzusammenbruch erleidet.
Der Film spielt zur Zeit der Industriellen Revolution; erste Formen des Feminismus werden thematisiert. Laut ihrem Psychiater haben ihre Probleme mit ihrem inneren Konflikt zwischen dem Muttersein und ihren Ambitionen zu tun. Sie und Pieter Jelles leben sich am Ende doch auseinander.
(Der englische Titel lautet: The Moving True Story of a Woman Ahead of Her Time)
Deborah Young von der Variety lobt die Arbeit des Kameramanns (Paul van den Bos) dessen Ausleuchtung, unterstützt von Anne Winterinks Kulissen, an alte Gemälde erinnert. Alles gäbe dem Film starke historische Atmosphäre. Zwar halte sich der Regisseur und Drehbuchautor Pieter Verhoeff streng an die historischen Fakten, etwas dichterische Freiheit hätte der Hauptfigur aber gut getan.
Kevin Toma von VPRO Cinema bemängelt in erster Linie die Produktion und die unzureichende Bildqualität der DVD-Veröffentlichung. Brauntöne überwiegen, Details gehen verloren; auch vermisst er die sonst üblichen Extras wie ein Making-of oder eine Einführung des Regisseurs.