| Oberer Totpunkt | |
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Oberer Totpunkt 2022: Bettina Bormann, Michael Krüger, Stefan Frost, Denis Scheither | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Hamburg, Deutschland |
| Genre(s) | Gothic, Industrial, Avantgarde, Electro, Spoken Word |
| Gründung | 2006 |
| Website | totpunkt.com |
| Gründungsmitglieder | |
Gesang | Bettina Bormann |
Schlagzeug | Michael Krüger |
| Live-Besetzung | |
Keyboard, Bass, Gesang | Denis Scheither |
Keyboard, Gesang | Christiane Schmidt |
Bass, Gitarre | Sebastian Rack |
Live Stage Shows | DJ [Reaktor-4] |
Gitarre, Mastering | Tom Wendt |
Oberer Totpunkt ist ein deutschsprachiges, elektronisches Musikprojekt aus Hamburg.
Oberer Totpunkt verbindet Dark Rock, trashigen Aggrotech mit „German Spoken Words“ Während die Musik sich am Minimal Electro orientiert treten an die Stelle von Gesang Rezitationen einer apokalyptischen Lyrik durch Frontfrau Bettina Bormann.
Von ihrem Label Danse Macabre wird Oberer Totpunkt als Vertreter der Neuen Deutschen Todeskunst vermarktet, die auch von Musikjournalisten als ein Einflussfaktor, insbesondere durch den gesprochenen Textvortrag, ausgemacht wird. Als weitere Einflüsse werden unter anderem EBM, die Musik Richard Wagners und Drum and Bass benannt. Auf der CD Erde Ruft befindet sich auch ein Hip-Hop-Stück. Neben elektronischen verwendet die Band auch akustische Instrumente. Bettina Bormann setzt live seit 2007 ein Moog-Theremin ein, dass auch bei einigen Studioalben zu hören ist.
Oberer Totpunkt (::OT::) wurde 2006 in Hamburg von Sängerin und Texterin Bettina Bormann sowie Komponist und Schlagzeuger Michael Krüger gegründet. Das Projekt verbindet elektronische Musik, Wave, EBM, Industrial, Rock und Elemente der Neuen Deutschen Todeskunst mit deutschsprachigen Texten. Charakteristisch ist die Verbindung aus düsteren Klanglandschaften, massiven Beats und den eindringlichen, oft apokalyptischen Spoken-Word-Rezitationen von Bettina Bormann.
Von Beginn an versteht sich Oberer Totpunkt nicht nur als Musikprojekt, sondern als Gesamtkunstwerk aus Klang, Text und Bühneninszenierung. Die Band veröffentlicht Konzeptalben, deren Songs jeweils thematisch miteinander verbunden sind. Zur Diskografie gehören unter anderem „10 Grad vor OT“ (2008), „Erde ruft“ (2009), „Stiller Zoo“ (2010), „Desiderat“ (2014), „Neurosen blühen“ (2017), „Totentanz“ (2022) sowie „Feuer“ (2025).
Mit den Alben „Desiderat“, „Neurosen blühen“ und „Totentanz“ konnte Oberer Totpunkt mehrfach Auszeichnungen und Album-des-Jahres-Platzierungen erzielen.
Live entwickelte sich Oberer Totpunkt zu einem festen Bestandteil der internationalen Dark-Electro- und Gothic-Szene. Die Band spielte zahlreiche Festivals in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA, darunter Wave-Gotik-Treffen, Amphi Festival, E-Tropolis, Nocturnal Culture Night.
2019 und 2024 folgten zwei USA-Tourneen als Support für Das Ich. Die erste Tour führte Oberer Totpunkt unter anderem nach Seattle, San Francisco, Los Angeles und Denver sowie auf die Gothic Cruise in Miami. 2024 folgte eine weitere USA-Tour mit Auftritten beim Dark Force Fest in New Jersey sowie Konzerten in Atlanta, New Orleans, San Antonio, Austin und Tampa.
2025 und 2026 setzen Oberer Totpunkt die Zusammenarbeit mit renommierten Vertretern der deutschen Dark-Electro-Szene fort und begleiten Project Pitchfork als Support auf Deutschland-Tourneen.
Heute steht Oberer Totpunkt für eine eigenständige Mischung aus elektronischer Härte, dunkler Atmosphäre und literarisch geprägter Bühnenkunst – ein Projekt zwischen Industrial, Gothic. Rock und Neuer Deutscher Härte.
Alle OT-Alben sind Konzeptalben, die sich in textlicher und musikalischer Umsetzung und Gestaltung einem Thema widmen. Themenschwerpunkte lagen bei den ersten beiden Alben in den Bereichen Presseberichterstattung und Religion. Für das dritte Album Stiller Zoo dienten insbesondere Märchen- und Sagenwelten als Inspiration. Dabei bleibt aber immer ein Bezug zur Realität erhalten. Beim Album Desiderat (2014) geht es um Sehnsüchte. Das Album „Neurosen blühen“ (2017) behandelt das Unbehagen in der Kultur – dem Nährboden von Neurosen und Ängsten. Das Album „Totentanz“ (2022) beschäftigt sich mit den Dämonen in uns. Mit dem Album „Totentanz“ erreichte die Band Platz 1 der Deutschen Alternative Charts (DAC). Die Texte befassen sich mit menschlichen Grausamkeiten und sind an Gruselgeschichten angelehnt.
Oberer Totpunkt bezeichnet den höchsten Punkt, den der Kolben während seiner Auf- und Abbewegung im Zylinder einnimmt. Es ist der Zeitpunkt, an dem der Kolben einen Richtungswechsel vornimmt. Der Zündzeitpunkt liegt regelmäßig vor dem Erreichen des OT und wird, um einen guten Wirkungsgrad zu erreichen, bei zunehmender Drehzahl weiter nach vorne verlegt.
Oberer Totpunkt begann 2006 als Duo mit Bettina Bormann (Gesang) und Michael Krüger (Komposition, Schlagzeug). Live wird Oberer Totpunkt von Sebastian Rack (Gitarre, Bass), Denis Scheither (Keyboard, Bass, Gesang), Christiane Schmidt (Keyboard, Gesang) sowie Dirk Jordan aka DJ [Reaktor-4] unterstützt. Ehemalige Mitglieder sind Stefan Frost (Gitarre), Gunther Laudahn (Gitarre), Tom Wendt (Gitarre), David Nesselhauf (Bass), Puppenformat-C (Performance) und Rolf Bleischwitz (Dance).