Max-Planck-Gymnasium (München)

Max-Planck-Gymnasium
Nordseite der Schule mit Haupteingang
Schulform Gymnasium
Schulnummer 0188
Gründung 1945 (Ursprung: 1910)
Adresse Weinbergerstraße 29
81241 München
Ort München
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 8′ 22″ N, 11° 28′ 13″ OKoordinaten: 48° 8′ 22″ N, 11° 28′ 13″ O
Träger staatlich
Schüler 1108 (Schuljahr 2024/25)
Lehrkräfte 86 (Schuljahr 2024/25)
Leitung Ulrich Ebert
Website www.mpg-muenchen.de

Das Max-Planck-Gymnasium (kurz „MPG“) ist ein naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium im Münchner Stadtteil Pasing. Die Schule ist ein Gymnasium mit Studienseminar.

Geschichte

Südseite (Schulhof)

Das 1910 eröffnete Progymnasium in Pasing war die Keimzelle für das humanistische Gymnasium und den zugehörigen Realzweig, aus dem nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst die Oberrealschule und dann das mathematisch-naturwissenschaftlich orientierte Max-Planck-Gymnasium, sowie auch das heutige Karlsgymnasium München-Pasing hervorgingen.

Die Schule wurde 1945 nach Ende des Zweiten Weltkrieges unter dem Namen Oberschule für Jungen Pasing neu gegründet und war zunächst im seit 1935 genutzten Schulgebäude des 1910 gegründeten Humanistischen Gymnasiums Pasing untergebracht, das von 1938 bis Kriegsende noch „Deutsche“ Oberschule für Jungen München hieß.

Im Zuge der Umbenennung der höheren Lehranstalten erhielt die Schule 1946 den Namen Oberrealschule Pasing. Im Februar 1947 wurden rückwirkend zum 1. Oktober 1946 die 1942 gegründeten, formal dem Theresien-Gymnasium zugehörigen und bis dahin als Teil der Oberrealschule geführten sechs humanistischen Gymnasialklassen zum Selbständigen humanistischen Gymnasium Pasing, dem heutigen Karlsgymnasium München, zusammengefasst. 1947 wurden drei Jahrgangsstufen in die Zweigstelle Fürstenfeldbruck verlegt. Im September 1951 wurde dann der neue Anbau mit acht Lehrsälen in Betrieb genommen. 1952 wurde das Gebäude am Schererplatz der katholischen Volksschule und dem gastierenden humanistischen Gymnasium zugesprochen und die Oberrealschule in das alte Gebäude am Stadtpark verlegt, in dem sich bis 1935 das Humanistische Gymnasium Pasing befunden hatte, bevor es in die Schererstraße verlegt wurde. Ende 1956 wurde die Zweigstelle Fürstenfeldbruck zur selbständigen Oberrealschule Fürstenfeldbruck. Wegen permanenter Raumnot erfolgte der Schulunterricht seit 1945 permanent im Schichtunterricht, bis 1951 sogar in drei Schichten. 1963 wurde der Neubau in der Weinbergerstraße in Betrieb genommen.

1965 wurde die Oberrealschule mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium und erhielt am 7. Dezember 1965 den heutigen Namen Max-Planck-Gymnasium. Das Gymnasium litt permanent unter Raumnot und nach neunjähriger Pause musste 1971 erneut der Schichtunterricht für einige Zeit eingeführt werden. 1979 wurden die neu errichteten Pavillons fertiggestellt, in denen bis 2016 12 Klassen bzw. Kurse untergebracht waren. Ab diesem Jahr wurden auch Mädchen an der Schule aufgenommen.

Durch den vermehrten Nachmittagsunterricht im Zusammenhang mit der Einführung des G8 wurde zur Versorgung der Schüler 2007 eine Schulmensa eröffnet, die sich südlich des Schulgebäudes neben dem Pausenhof befindet.

Seit dem Frühjahr 2026 existiert an der Weinbergerstraße ein Erweiterungsbau, in dem nun das Direktorat, Sekretariat, die Mensa und verschiedene Fachräume (Biologie, Chemie, Physik, Kunst) untergebracht sind. Ab dem Sommer 2026 finden erhebliche Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen statt.

Die Schule umfasste von 2011 bis 2024 – nach der Einführung des achtjährigen Gymnasiums – die Klassenstufen 5 bis 12. Seit dem Schuljahr 2025/26 – mit der Rückkehr zum G9 – gibt es wieder eine 13. Jahrgangsstufe.

Sprachenfolge

Schulleitung

Schulleiter ist Ulrich Ebert, sein ständiger Stellvertreter Wolfram Janke. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schulleitung sind Regina Neumann, Wolfgang Dukorn und Peter Szilassy. Am Max-Planck-Gymnasium ist seit dem Schuljahr 2025/2026 auch eine erweiterte Schulleitung eingerichtet. Neben den hier bereits Genannten gehören dazu Brigitte Baumann, Robert Rothhardt und Karin Tyroller.

Besonderheiten

GLOBE-Programm

Das Max-Planck-Gymnasium ist eine von rund 450 deutschen Schulen, die am GLOBE-Programm (Global Learning and Observations to Benefit the Environment) teilnehmen.

Roboter AG/Girls-IT-Club

Das Max-Planck-Gymnasium verfügt seit 2011 über die Roboter AG. Diese nimmt seit Beginn an der First Lego League teil, seit 2014 auch die MPG Robotics (ehem. MPG Roboboys). Folgende Erfolge erzielten diese: 1. Platz Forschungspräsentation (2014/2015), 1. Platz Forschung (2019/2020), 1. Platz Robot Design (2020/2021), 1. Platz Forschung (2022/2023), 1. Robot Design (2024/2025), 1. Platz Champion (2024/2025).

Schulversuch

Das Max-Planck-Gymnasium nahm am Schulversuch Europäisches Gymnasium (EGy) teil. Dieser Schultyp wurde jedoch mit der Einführung des G8 abgeschafft.

Infrastruktur

Die gesamte Schule ist vernetzt und neben den Computerräumen steht in jeder Klasse ein Internet-Zugang zur Verfügung. Ferner verfügt die Schule über eine eigene Schreinerei und eine hausinterne Schulimkerei. Seit dem Schuljahr 2011/12 gibt es außerdem eine Bierbrauerei. Seit 2010 verfügt die Schule über eine Robotik AG.

Wahlunterricht

Begabtenförderung

Besonders Begabte können Archäologie- und Mathematikkurse an der Schülerakademie Oberbayern-West belegen.

Fördervereine

Partnerschaftsprogramm Tansania

Im Rahmen der Aktion Deutschland bewegt sich nahmen im November 2005 400 Schüler, 35 Lehrer und die Schulleitung am 24-Stunden-Spendenmarathon teil und sammelten hierbei € 5.825,31 für den Bau einer Mehrzweckhalle an der afrikanischen Partnerschule Mbonea Secondary School in Tansania.

Partnerschulen

Persönlichkeiten

Direktoren

Lehrkräfte

Schüler

Nobelpreisträger für Physik Rudolf Mößbauer
Bernhard Setzwein, Schriftsteller
Commons: Max-Planck-Gymnasium München – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 Schulsuche: Max-Planck-Gymnasium München. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, abgerufen am 22. November 2025.
  2. 1 2 Personal & Ansprechpartner. 14. Januar 2024, abgerufen am 22. November 2025.
  3. ↑ Chronik. In: mpg-muenchen.de. Abgerufen am 12. Mai 2026.
  4. ↑ Wahlkurs Spanisch. Max-Planck-Gymnasium München, 1. Oktober 2024, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  5. ↑ Wahlkurs Russisch (ab Klasse 8). Max-Planck-Gymnasium München, 16. Oktober 2024, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  6. ↑ Russischunterricht an bayerischen Schulen. Landesverband der Russischlehrer an öffentlichen und privaten Schulen des Landes Bayern e. V., abgerufen am 28. Dezember 2025.
  7. ↑ Das GLOBE-Programm in Deutschland. In: globe-deutschland.de. 22. November 2024, abgerufen am 12. Mai 2026.
  8. ↑ Roboter-AG / Girls-IT-Club. In: mpg-muenchen.de. Abgerufen am 12. Mai 2026.
  9. ↑ "Wir lernen permanent": Max-Planck-Gymnasium beherbergt acht Bienenvölker und stellt eigenen Honig her. In: Münchner Wochenanzeiger. 10. Juni 2014, abgerufen am 23. Juni 2014.
  10. ↑ Plancksches Gold: P-Seminar zum Bierbrauen im Max-Planck-Gymnasium. In: Münchner Wochenanzeiger. 16. Juni 2014, abgerufen am 23. Juni 2014.
  11. ↑ PROBONO: Max Planck Gymnasium, Pasing läuft 24 Stunden für Partnerschule in Tansania (Memento vom 31. August 2007 im Internet Archive)
  12. ↑ Jahresbericht 1978/79 Max-Planck-Gymnasium (München), S. 4–7
  13. ↑ Prof. Dr. R. Wunderlich (Memento vom 15. November 2018 im Internet Archive)
  14. ↑ Helmut Perlet (Memento vom 3. Juli 2012 im Internet Archive), abgerufen am 31. März 2013.
  15. ↑ VORSTAND (Memento vom 7. November 2011 im Internet Archive), auf wiwo.de, abgerufen am 31. März 2013.
  16. ↑ macroaxis.com: GEA Group (GEAGY) insider: Helmut Perlet, abgerufen am 31. März 2013.
  17. ↑ Humboldt-Universität zu Berlin: Allianz-Vorstandsmitglied Dr. Helmut Perlet wird Honorarprofessor an der HU, Pressemitteilung vom 23. Oktober 2007, abgerufen am 31. März 2013.
  18. ↑ Prof. Dr. Helmut Perlet -Kurzlebenslauf (Memento vom 4. Dezember 2010 im Internet Archive), auf lehre.wiwi.hu-berlin.de, abgerufen am 31. März 2013.
  19. ↑ Institute for Astronomy, University of Hawaii: Günther Hasinger, IfA Director. Abgerufen am 30. September 2012.
  20. ↑ Hans Förstl - Tabellarischer Lebenslauf (Memento vom 12. Januar 2014 im Internet Archive)
  21. ↑ Prof. Dr. Hans Förstl - Lebenslauf und Publikationen (Memento vom 11. Januar 2010 im Internet Archive)
  22. ↑ Maximilianeer mit dem Anfangsbuchstaben K (Memento vom 29. Juni 2013 im Internet Archive)
  23. ↑ Homepage von Thomas Kriecherbauer (Memento vom 8. November 2010 im Internet Archive)
  24. ↑ Professor Dr. Kriecherbauer übernimmt Lehrstuhl Reelle Analysis (Memento vom 5. März 2017 im Internet Archive; PDF; 93 kB)
  25. ↑ Prof. Dr. Thomas Kriecherbauer. In: diffgleichg.uni-bayreuth.de. Abgerufen am 5. März 2017.