Objectives and Key Results

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Objectives and Key Results (OKRs) ist eine Methode zur agilen Strategieumsetzung, eine Zielmanagement-Methode und ein Management-System zur zielgerichteten Mitarbeiterführung. Es ist ein Framework zur Zielsetzung (Objectives) und Messung von Ergebniskennzahlen (Key Results).

Details

Objectives and Key Results ist ein Rahmenwerk für modernes Management, das die einzelnen Aufgaben von Teams und Mitarbeitern mit Unternehmensstrategie, -plänen, und -vision verknüpft. Objectives und Key Results sollen objektiv feststellbar bzw. messbar sein und vom gesamten Unternehmen eingesehen werden können.

OKR teilt Ziele in qualitative Objectives und quantitative Key Results auf.

Objective
Wo will ich hin, bzw. was möchte ich erreichen?
Key Result
Wie messe ich den Fortschritt und das Ergebnis, den Nutzen, die Wirkung bzw. den Wertbeitrag?

Jedes Key Result muss per Definition eine Zahl enthalten, und das Objective wird über die Definition der angestrebten Key Results operationalisiert. Das Objective ist erreicht, wenn alle zugeordneten Key Results erreicht sind.

Für jeden Zyklus, typischerweise alle drei Monate werden die OKR im Unternehmen neu formuliert, zunächst auf Unternehmensebene, dann leitet davon jeder Unternehmensteil und anschließend jedes einzelne Team seine OKR ab. Der Grad der Zielerreichung (Score) und der Trend sowie der Grad der Zuversicht, das Ziel zu erreichen (Confidence Level), werden wöchentlich überprüft.

OKR sollen Unternehmen dabei helfen

Besonderheiten

Da Google zu den wesentlichen Verbreitern der Methode gehört, haben sich einige Besonderheiten des Rahmenwerks verbreitet, die der konkreten Umsetzung des Suchmaschinenanbieters entspringen. OKR ist kein formal strenger Prozess, sondern ein Rahmenwerk, das sich je nach Unternehmenskontext anpassen lässt. Dennoch sind die Eckpfeiler dieses Rahmenwerks an sich alle wesentlich für den Erfolg von OKR.

Vorteile

Anhänger der Methode schreiben OKR eine Reihe von Vorteilen bei der Strukturierung und dem Betrieb von Unternehmen zu:

Nachteile

Natürlich wird ein Rahmenwerk, eine Methode oder ein Modell, das viele Vorteile birgt, auch von Herausforderungen (die sich zu Schwächen entwickeln können) begleitet:

Kai-Marian Pukall beschreibt drei Kritikpunkte, die als Schwächen oder Einschränkungen nicht übersehen werden sollten:

Risiken

Als Abgrenzung zu echten möglichen Nachteilen sind Risiken, die aber auch allgemein auf die Anwendung von Management-Systemen bestehen:

Anwendungsbereich von OKR in Unternehmen

Die Anwendung von OKR kann sich auf ein gesamtes Unternehmen beziehen oder in organisatorisch abgegrenzten Teilbereichen eingesetzt werden.

Auch kann sich die Anwendung von OKRs auf den Lebenszyklus einer Unternehmung beziehen

Geschichte

OKRs wurden zuerst in den 1970er Jahren bei Intel als iMBO (Intel Management by Objectives) eingeführt, als Intel-Mitgründer Andrew Grove das System in Anlehnung an Managementmethoden wie MBO (Management by Objectives) und SMART (Specific Measurable Achievable Reasonable Time Bound) entwickelte. Eine breitere Aufmerksamkeit erfuhr OKR durch den Einsatz beim Suchmaschinenanbieter Google, der die Methode seit 1999 nutzt und seitdem dauerhaft im Einsatz hat. Google begann mit den typischen quartalsweisen OKRs, änderte seine Herangehensweise aber unter CEO Sundar Pichai 2022 auf jährliche OKRs. Durch die Arbeit des bekannten US-Managers John Doerr, der die OKR-Methode mit seiner Beteiligungsgesellschaft Kleiner Perkins Caufield & Byers proklamierte, setzten mit der Zeit weitere bekannte Wachstumsunternehmen den Ansatz ein, darunter das Business-Netzwerk LinkedIn oder der Spieleentwickler Zynga. Für die Umsetzung des Rahmenwerks sind gängige Intranetlösungen zur Datenablage genügend, dennoch haben sich mit der zunehmenden Verbreitung auch eine ganze Reihe von Software-Werkzeugen zur Umsetzung von OKR etabliert.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Schmid-Gundram, Ralf: Konzeption. Controlling-Praxis im Mittelstand. Springer Fachmedien Wiesbaden, 2014. 81-143.
  2. ↑ OKR. Archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 11. August 2015 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. ↑ Christina Wodtke: The Art of the OKR. Abgerufen am 10. Juli 2015 (englisch).
  4. ↑ Fabian Schaub: Wie Unternehmen Menschen entfalten können: Warum High Performance Sinn und Leidenschaft braucht. Bourdon Verlag, Hamburg 2019, ISBN 978-3-947206-09-4.
  5. 1 2 Rick Klau: How Google sets goals: OKRs. medium.com, 25. Oktober 2012 (englisch).
  6. ↑ Joel Kaczmarek: Was steckt hinter OKR und wie wird es implementiert? digital kompakt, 10. März 2016.
  7. ↑ OKRs are not "BAU". In: What Matters. Abgerufen am 24. August 2021 (englisch).
  8. ↑ Kai-Marian Pukall: OKR: eine kritische Betrachtung. Abgerufen am 12. September 2022.
  9. ↑ Andriy Bas: A History of Objectives and Key Results (OKRs). In: Plai. Abgerufen am 29. August 2022 (englisch).
  10. ↑ Steven Levy: In The Plex: How Google Thinks, Works, and Shapes Our Lives. Simon & Schuster, 2011, ISBN 978-1-4165-9658-5, S. 162–3 (englisch).
  11. ↑ OKR Experten - Ist OKR Google’s Wunderwaffe? – historischer Ablauf und das Google OKR Playbook. In: OKR Experten. Abgerufen am 25. Januar 2023.
  12. ↑ o. V.: Google CEO Sundar Pichai Broke the Rules on OKRs. Why it Worked. inc.com, 28. August 2022 (englisch).
  13. ↑ The Management Framework that Propelled LinkedIn to a $20 Billion Company. First Round Review, abgerufen am 10. Januar 2014 (englisch).
  14. ↑ o. V.: What is the best tool or software application for tracking OKRs (Objectives and Key Results)? Quora, 10. März 2016 (englisch).