Octave Victor Houdas (* 1. Oktober 1840 in Outarville (Loiret); † 5. Dezember 1916 in Paris) war ein französischer Arabist.
Houdas unterrichtete Arabisch in Algier. 1881 verließ er Algerien nach beruflichen Querelen und begleitete René Basset bei seinen Studien in Tunesien. Nach einer zeitweiligen Rückkehr nach Algerien wurde er 1884 zum Professor für arabische Volkssprache (arabe vulgaire) an der École spéciale des langues orientales vivantes in Paris ernannt.
Seine monumentale französische Übersetzung der großen, unter dem Titel Sahīh al-Buchārī bekannten Hadith-Sammlung – an erster Stelle der kanonischen sechs großen Hadith-Sammlungen – gilt als ein Meilenstein der französischen Islamwissenschaft. Sie erschien im Rahmen der Publications de l'École des langues orientales vivantes (IVe série, vols. III-VI).
Seine Tochter Alice heiratete 1907 seinen Lieblingsschüler, den an der vorkolonialen Geschichte Afrikas interessierten Maurice Delafosse (1870 – 1926), den Houdas bei seiner Übersetzungsarbeit unterstützte.
Houdas lehrte an der L'École des Sciences Politiques und war ständiges Mitglied des Comité des travaux historiques et scientifiques und Mitglied der Société d'Ethnologie Française.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Houdas, Octave |
| ALTERNATIVNAMEN | Houdas, Octave Victor |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Arabist |
| GEBURTSDATUM | 1. Oktober 1840 |
| GEBURTSORT | Outarville, Département Loiret |
| STERBEDATUM | 5. Dezember 1916 |
| STERBEORT | Paris |