Oda Jaune

Oda Jaune mit Jonathan Meese im Jahr 2008
Oda Jaune mit Jonathan Meese (2008)

Oda Jaune (bürgerlich Susan Michaela Immendorff, * 13. November 1979 in Sofia als Susan Michaela Danowska, bulgarisch Михаела Дановска) ist eine bulgarische Malerin.

Leben

Ihr Vater ist Grafiker, ihre ältere Schwester Joana studierte in Düsseldorf bei A. R. Penck Malerei. Als Jugendliche wurde sie von ihrer Tante adoptiert, um in Deutschland zur Schule gehen zu können, und nahm den Namen Susan Warsteit an. Mit 13 Jahren besuchte sie ein Jahr lang eine Waldorfschule in Heidelberg. Im Alter von 17 Jahren lernte sie Jörg Immendorff kennen. Von 1998 bis 2003 studierte sie als seine Meisterschülerin an der Kunstakademie Düsseldorf. Ausstellungen führten sie in die Kunsthalle Koblenz (2004), die Galerie Davide Di Maggio in Berlin (2006), zur Fondazione Mudima nach Mailand (2007) und in die Galerie von Daniel Templon nach Paris (2009).

Den Künstlernamen Oda Jaune suchte auf ihren Wunsch Immendorff aus. Er leitet sich ab von Oda (altdeutsch: Schatz, wertvoll) und Jaune (französisch: Gelb; Ausspracheⓘ/?), der Lieblingsfarbe Immendorffs. Er gab ihr den Namen in Form eines Ausweises mit der Aufschrift „Gyntiana“, das von Henrik Ibsen erdachte imaginäre Land, in dem es keine Grenzen gibt und in dem alles möglich ist. Der Grund für die Namensänderung war, dass Jaune nicht unter ihrem bürgerlichen Namen arbeiten wollte, da dies bereits ihr Vater und ihre Schwester taten.

Von 2000 bis zu seinem Tod im Jahr 2007 war sie mit Jörg Immendorff verheiratet, mit dem sie eine 2001 geborene Tochter hat. Seit 2008 lebt und arbeitet sie in Paris.

Ausstellungen

Publikationen

Dokumentarfilm

Commons: Oda Jaune – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Lara Fritzsche: Ins Licht. Süddeutsche Zeitung Magazin Nummer 46, 16. November 2018, S. 54
  2. ↑ Gewinner des Tages. Neue Presse, 16. Dezember 2012