Odontode

Odontoden sind harte Strukturen aus Zahnbein und Blutgefäßkanälen, die an der Hautoberfläche oder in der Nähe von Körperöffnungen von diversen Tierarten zu finden sind. Diese Strukturen sind vor allem bei südamerikanischen Harnischwelsen zu finden. Bei diesen Arten können sie oft zur Geschlechtsbestimmung benutzt werden.

Definition

Ein Gewebe wird als Odontode bezeichnet, wenn folgende Kriterien erfüllt sind. Die Strukturen:

Funktion

Odontoden übernehmen vor allem Schutzfunktionen, indem sie als harte, mineralisierte Hautzähnen mechanischen Abrieb reduzieren und als Verteidigungsstruktur gegen Fressfeinde dienen. Zudem tragen sie zur hydrodynamischen Effizienz bei, insbesondere bei Knorpelfischen verbessern sie die Wasserströmung entlang des Körpers. Untersuchungen zeigen, dass äußere Odontoden bei Knorpel- und Knochenfischen über eine umfassende Innervation verfügen, was auf eine Funktion als Hautsensoren schließen lässt.

Einzelnachweise

  1. ↑ M. Hildebrand, G. E. Goslow: Vergleichende und funktionelle Anatomie der Wirbeltiere. Springer Verlag, Heidelberg 2004, ISBN 3-540-00757-1, S. 106.
  2. ↑ T. Orvig: A survey of Odontodes, Problems in vertebrate evolution. (= Linnean Society Symposium Series). Academic Press, London 1977.
  3. ↑ Cooper, R. L., Nicklin, E. F., Rasch, L. J., & Fraser, G. J. (2023). Teeth outside the mouth: The evolution and development of shark denticles. Evolution & Development, 25, 54–72.
  4. ↑ Haridy, Y., Norris, S.C.P., Fabbri, M. et al. The origin of vertebrate teeth and evolution of sensory exoskeletons. Nature 642, 119–124 (2025).