Olaf Stieglitz

Olaf Stieglitz (* 1966) ist ein deutscher Historiker. Er lehrt seit 2021 als Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte an der Universität Leipzig.

Leben

Von 1987 bis 1993 studierte Stieglitz an der Universität zu Köln Mittelalterliche und Neuere Geschichte, Angloamerikanische Geschichte, Philosophie und Anglistik und schloss mit dem Magister Artium ab. An der Universität Hamburg wurde er 1997 zum Dr. phil. promoviert. Thema seiner Dissertation waren Disziplinierungsdiskurse und Ideologie im Civilian Conservation Corps, 1933–1942, sie erschien 1999 unter dem Titel 100 Percent American Boys.

Von 1998 bis 2001 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen, anschließend bis 2009 Assistenzprofessor am Institut für Nordamerikanische Geschichte der Universität zu Köln. Als Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung ging Stieglitz 2005 zu einem Gastwissenschaftleraufenthalt an die Florida State University in Tallahassee (USA). Von 2009 bis 2011 übernahm er Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Münster und Erfurt.

Mit einer Schrift über die Kultur der Denunziation in den USA (Undercover) habilitierte sich Stieglitz 2012 an der Universität zu Köln. Es folgten Lehrstuhlvertretungen für Nordamerikanische Geschichte an der Freien Universität Berlin und der Universität zu Köln. Er wurde 2021 als Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte an die Universität Leipzig berufen.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Sozial- und Kulturgeschichte der USA, Geschlechter-, Körper-, und Sportgeschichte, Geschichte und visuelle Medien, Memory Studies sowie Politische Kulturen der (Dis-)Loyalität.

Schriften (Auswahl)

Personendaten
NAME Stieglitz, Olaf
KURZBESCHREIBUNG deutscher Historiker
GEBURTSDATUM 1966