Oliver Leki (* 21. Januar 1973 in Worms) ist ein deutscher Fußballfunktionär.

Er ist Finanz-Vorstand des SC Freiburg sowie DFB-Vizepräsident, 1. Vizepräsident der DFL Deutsche Fußball Liga und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der DFL GmbH.
Leki wuchs als Sohn eines Metzgers in Worms auf. Er war, laut eigener Aussage, ein passabler Tischtennisspieler, ein ziemlich lausiger Kicker und ein großer Fußballfan.
Nach einer Banklehre und anschließenden BWL-Studium an der Universität Mannheim war er zunächst als Unternehmensberater für verschiedene Beratungsgesellschaften tätig (Arthur Andersen, Ernst & Young).
Anschließend war er zehn Jahre beim 1. FC Köln als Kaufmännischer Leiter (2003–2006) und Geschäftsführer Finanzen (2006–2013) tätig.
2013 wechselte er zum SC Freiburg und übernahm dort den Posten als Geschäftsführer und wurde somit Nachfolger des Verwaltungsdirektors Detlef Romeiko. Leki wurde auf Betreiben der noch ehrenamtlich agierenden Vereinsfunktionäre, dem Vorsitzenden Fritz Keller und dem Schatzmeister Heinrich Breit zum Verein geholt. Im Rahmen der Professionalisierung des Vereins übernahm er in Folge als hauptamtlicher Mitarbeiter deren Aufgaben.
Im Oktober 2014 wurde er auf der Jahreshauptversammlung zum Vorstand für Finanzen, Organisation und Marketing gewählt und ist somit in Doppelspitze zusammen mit Jochen Saier (Vorstand Sport) Vertretungsberechtigter Vorstand des Vereins im Sinne des § 26 BGB (Geschäftsführender Vorstand). Die beiden Vorstände traten beim SC Freiburg die Nachfolge des 1. Vorsitzenden Fritz Keller an, der auf den neu geschaffenen Posten des Vereinspräsidenten wechselte.
Während der Amtszeit Lekis konnte der SC Freiburg seine Finanzkraft und den prozentualen Eigenkapitalzuwachs stetig steigern. Der SC Freiburg gilt Stand 2024/25, bezogen auf den Kennwert des Anlagendeckungsgrads, als der am solidesten finanzierte Verein in der Ersten Bundesliga und ist weiterhin schuldenfrei.
Am 21. August 2019 wurde Leki auf der Generalversammlung des DFL Deutsche Fußball Liga e. V. in Berlin als Zweiter Stellvertretender Sprecher in das Präsidium der DFL und damit einhergehend auch zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Von Januar bis Juni 2023 übernahm er (nach dem Rücktritt von Geschäftsführerin Donata Hopfen) gemeinsam mit Axel Hellmann die DFL-Interimsgeschäftsführung, worauf er als Vertreter der DFL-Geschäftsführung in den gesetzlichen Vorstand des DFB berufen wurde.
Im September 2025 wurde er in Berlin in seinen DFL-Ämtern bestätigt. Er bleibt für weitere vier Jahre Erster Stellvertretender Sprecher des Präsidiums des DFL e. V. (neu eingeführter Titel für diesen Posten: Vizepräsident DFL) sowie Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der DFL GmbH. Somit bleibt er auch Vizepräsident des DFB.
Leki setzt sich für den Erhalt der 50+1 Regel ein. Anstelle Gelder durch externe Vereins-Investoren einzunehmen, wie es bei einem Wegfall dieser Regel möglich wäre, propagiert er, dass die aus der Champions-League-Vermarktung von der Uefa eingenommenen Gelder ausgewogener an die Startvereine in der Europa League und Conference League verteilt werden. Außerdem setzt er sich dafür ein, dass die Solidaritätszahlungen, die an Bundesliga-Vereine ausgezahlt werden, die nicht am Europacup teilnehmen, beziehungsweise in der 2. Liga spielen, erhöht werden müssen, um die Chancengleichheit und Spannung in der Bundesliga zu erhöhen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leki, Oliver |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballfunktionär |
| GEBURTSDATUM | 21. Januar 1973 |
| GEBURTSORT | Worms |