Operation Site Down

Operation Site Down war der Deckname für eine vom FBI und Geheimdiensten aus zehn Ländern koordinierte Operation, die sich gegen die Warez-Szene richtete.

Die Operation setzte sich aus drei voneinander getrennten Undercover-Projekten zusammen, die in Chicago (Operation Jolly Roger), Charlotte und San Jose (die größte, Operation Copycat) initiiert wurden. Höhepunkt der Operation waren mehrere am 29. Juni 2005 durchgeführte Hausdurchsuchungen. Bei den insgesamt 90 Hausdurchsuchungen – davon 70 in den Vereinigten Staaten und weitere 20 in zehn anderen Ländern – wurden mehrere führende Warez-Gruppierungen zerschlagen.

Primäres Ziel der Operation waren ISO-Gruppen, die sich mit dem illegalen Kopieren und Verteilen von urheberrechtlich geschützter Software und Filmen beschäftigten. Verteiler von TV-Serien, 0-Day und Musik-Dateien wurden von der Aktion relativ wenig beeinflusst.

Zusammenfassung

Die von San Jose (Operation Copycat) ausgehende verdeckte Aktion setzte sich unter anderem wie folgt zusammen:

In die in Chicago gestartete Aktion waren unter anderem auch ein mit dem FBI kooperierender Zivilist involviert, der Server für die Mitglieder der Gruppe RiSCISO aufsetzte.

Betroffene Gruppen/Topsites

Gruppen

Betroffene Top-Referrer/Verteiler (Topsites)

Kurz nach Bekanntwerden der Aktion schlossen etliche verbliebene Seiten ihre Pforten und viele noch aktive Mitglieder der Szene zogen sich zurück, um nicht dasselbe Schicksal wie ihre „Verbündeten“ zu erleiden.

Betroffene Länder

Anklagen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ 'Operation Site Down' Attacks Organized Piracy Networks in 10 Countries. In: www.justice.gov. Justice Department Announces International Internet Piracy Sweep, 30. Juni 2005, abgerufen am 1. März 2023 (amerikanisches Englisch).