Die Opfermesse folgte auf die Vormesse. Die Taufbewerber (Katechumenen) und öffentlichen Büßer mussten im Mittelalter gegen Ende der Vormesse den Gottesdienst verlassen, so dass für die Opfermesse auch die Bezeichnung „Gläubigenmesse“ gebräuchlich war.
Die Opfermesse hatte drei Teile:
Das Offertorium (die „Opferung“) mit dem Herbeibringen der Opfergaben von Brot und Wein und ihre Niederlegungen auf dem Altar
Die Kommunion, beginnend mit dem Pater noster, Brechung des Brotes, Friedensgruß und Empfang der Kommunion
An die Opfermesse schloss sich der Abschlussritus mit Segen und Entlassruf an.
Literatur
Josef Andreas Jungmann: Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe. Zweiter Band:Opfermesse. 1. Aufl. Wien 1948, 5. Aufl. Nova & Vetera, Bonn und Herder, Wien-Freiburg-Basel 1962, Reproduktion Bonn 2003, ISBN 3-936741-13-1.
↑Josef Andreas Jungmann: Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe. 1. Band, 5. Aufl. Nova & Vetera, Bonn und Herder, Wien-Freiburg-Basel 1962, S. 342 Anm. 1.