Otjohorongo

Otjohorongo ist eine Ansiedlung in der Region Erongo in Namibia ca. 20 Kilometer nördlich von Omatjette.

Siedlung
Otjohorongo
Details
Alle Wappen
Basisdaten
Einwohnerzahl
Fläche
Einwohnerdichte

dep1
Staat
Region
Wahlkreis
Namibia
Erongo
Daures
Gründungsdatum 1918
Kfz-Kennzeichen
Telefonvorwahl
OM
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Otjohorongo (Namibia)
Otjohorongo (Namibia)
Geographische Daten
Koordinaten 20° 54′ S, 15° 33′ OKoordinaten: 20° 54′ S, 15° 33′ O

Als Otjohorongo wird sowohl eine Ortschaft als auch das gesamte die Ortschaft umgebende Siedlungsgebiet der Herero bezeichnet. Bereits zu Zeiten der südafrikanischen Besatzung war Otjohorongo mitsamt dem umliegenden Gebiet stets kommunales Weideland ohne privatem Landbesitz. Das Gebiet wird aus diesem Grund heute noch oftmals als „Reservat“ oder „Dorf“ bezeichnet.

Geschichte

Aus dem Exil zurückgekehrt suchte der Hereroführer aus Okombahe, Daniel Kariko, bei der südafrikanischen Verwaltung an, in dem Gebiet Otjohorongo ein „Reservat“ für Herero einzurichten. Dies wurde in weiterer Folge im Jahr 1918 gewährt, woraufhin sich mehrere überlebende Hereroführer dort niederließen, unter anderem Gerhard Zeraua.

Im Odendaal-Plan von 1963, in welchem die Etablierung von Homelands für die einheimischen Völker vorgeschlagen wurde, wurde das Gebiet Otjohorongo dem Homeland Damaraland zugeschrieben.

Die offiziell anerkannte traditionelle Autorität Zeraeua Royal House hat ihren Sitz in Otjohorongo.

Geografie

Das Gebiet besteht ausschließlich aus kommunalem Weideland und ist dementsprechend landwirtschaftlich geprägt.

Infrastruktur

Das Gebiet ist verkehrstechnisch über die Distriktstraße D3712 erschlossen.

Es befinden sich die Otjohorongo Primary School und die Otjiperongo Junior Secondary School in dem Gebiet.

Persönlichkeiten

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Reinald Döbel: Sustainability, the TKFA, and the Communal Area of Omatjette in the Context of the Land Question in Namibia. Online veröffentlicht unter: https://www.lagsus.de/pdf/Sustainability_and_TKFA_(Namibia).pdf, S. 9.
  2. ↑ Jeremy Silvester, Jan-Bart Gewald: Words Cannot be Found. German Colonial Rule in Namibia: An Annotated Reprint of the 1918 Blue Book. Brill, Leiden/Boston 2003, S. XVIII und 197.
  3. ↑ New Era, 29. Mai 2020, abgerufen am 19. April 2026
  4. ↑ Klaus Dierks
  5. ↑ Sian Sullivan, Welhemina S. Ganuses: How Conservation May Make Cultural Heritage Invisible: Intersecting On-Site Oral Histories with Land Claims for Settler Colonialism, Conservation and Tourism in North-West Namibia. In: Namibian Journal of Environment, 2026, online veröffentlicht unter: https://researchspace.bathspa.ac.uk/17565/1/17565.pdf, https://doi.org/10.64640/a7m3t9b2, S. 14.
  6. ↑ Manasse Zeraeua officially crowned as chief. Informanté, 15. September 2019.
  7. ↑ Reinald Döbel: Sustainability, the TKFA, and the Communal Area of Omatjette in the Context of the Land Question in Namibia. Online veröffentlicht unter: https://www.lagsus.de/pdf/Sustainability_and_TKFA_(Namibia).pdf, S. 9.