Ottfried Dascher (* 7. Dezember 1936 in Ober-Lais, Nidda; † 3. Juli 2025 in Dortmund) war ein deutscher Historiker und Archivar. Er leitete von 1992 bis 2001 das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf.
Ottfried Dascher studierte Geschichte, Germanistik und Politik an den Universitäten Marburg und Berlin. Nach seinem Staatsexamen war er Assistent am wiedererrichteten Seminar für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Marburg. Parallel nahm er ein Zweitstudium der Volkswirtschaft auf und promovierte 1965. Anschließend absolvierte er die Ausbildung an der Archivschule Marburg, war am Staatsarchiv Marburg tätig und wechselte 1971 als Direktor an die Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv in Dortmund. 1980 wurde er an der Ruhr-Universität Bochum zum Honorarprofessor ernannt. 1992 übernahm er die Leitung des NRW-Hauptstaatsarchivs Düsseldorf. Ende 2001 ging er in Pension.
Dascher war Vorstandsmitglied im Verein deutscher Archivare (VdA), Vorsitzender der Fachgruppe Wirtschaftsarchive im VdA (1977–1985) und Gründungsmitglied und Chairman des Committee on Business Archives beim International Council on Archives (1975–1988). Er war Mitglied der Historischen Kommissionen für Westfalen, Hessen und Darmstadt sowie der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde.
Dascher war Autor und Herausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gehörte zu den Autoren des von den Stadtarchivaren Clemens von Looz-Corswarem und Benedikt Mauer 2012 herausgegebenen enzyklopädischen Nachschlagewerks Das große Düsseldorf-Lexikon.
Als Verfasser und Bearbeiter
Als Herausgeber
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dascher, Ottfried |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Archivar und Historiker |
| GEBURTSDATUM | 7. Dezember 1936 |
| GEBURTSORT | Ober-Lais |
| STERBEDATUM | 3. Juli 2025 |
| STERBEORT | Dortmund |