Otto Autenrieth (* 6. September 1868 in Hornberg; † 15. Oktober 1942 in Heidelberg) war ein deutscher Musikpädagoge, Volksliedsammler und politischer Schriftsteller.
Otto Autenrieth war der Sohn des Lehrers Konrad Autenrieth (1828–1887). Nach dem Studium der Musikpädagogik war er an verschiedenen Schulen in Baden tätig, bis er schließlich 1905 den Posten eines Seminarmusiklehrers in Heidelberg erhielt. Um 1918 wurde er zum Seminarobermusiklehrer befördert und ist 1919 an der Höheren Mädchenschule mit Mädchen-Realgymnasium und Seminar-Kursen in Heidelberg nachweisbar, dem heutigen Hölderlin-Gymnasium. Um 1930 erhielt er zusätzlich die Titel Studienrat sowie Kirchenmusikdirektor.
In den 1920er Jahren war er Wertungsrichter beim Chorverband Elsenzgau.
Von weitreichender Bedeutung war sein Badisches Liederbuch, ein Volksliedsammlung für den Gebrauch in Schulen, die für mehrere Volkslieder die früheste Quelle darstellt. Die dreibändige Ausgabe erreichte eine hohe Auflage. Sie enthält auch ein religiöses Lied seines Vaters Konrad Autenrieth.
Daneben veröffentlichte Autenrieth mehrere politische Schriften, die stark nationalistisch geprägt sind.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Autenrieth, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Musikpädagoge, Volksliedsammler und politischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 6. September 1868 |
| GEBURTSORT | Hornberg |
| STERBEDATUM | 15. Oktober 1942 |
| STERBEORT | Heidelberg |