Otto Rudolph Gentil (* 7. August 1892 in Aschaffenburg; † 26. Juli 1969 ebenda) war ein deutscher Bildhauer und Maler des 20. Jahrhunderts.
Gentil wurde als Sohn des Aschaffenburger Pumpenherstellers und Kunstsammlers Anton Gentil (Spitzname: Pumpen-Anton) geboren. Er absolvierte in den Jahren 1905 bis 1914 im Hinblick auf eine spätere Tätigkeit im väterlichen Unternehmen eine Ausbildung im Metallhandwerk. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte er von 1918 bis 1924 in München an der Kunstgewerbeschule zunächst Bildhauerei und anschließend Goldschmiedekunst. Ab 1923 war er als freischaffender Künstler in München und Aschaffenburg tätig. Studienreisen führten ihn durch Deutschland, Italien und Dalmatien. Von 1925 bis 1939 leitete er die Steinmetzwerkstätten der Aschaffenburger Meisterschule für Bauhandwerker unter Direktor Otto Leitolf. Es entstanden eine Reihe von bildhauerischen Arbeiten, von denen einige durch einen Bombenangriff auf Aschaffenburg am 21. November 1944 verloren gingen.

Otto Gentils Vater baute für seine umfangreichen Kunstsammlungen in den Jahren 1922/1923 nach eigenen Entwürfen in Aschaffenburg das „Haus Gentil“ (Gentilhaus) und ließ daneben für seinen Sohn ein eigenes Atelierhaus errichten. Dieses wurde von Otto nach den Kriegszerstörungen 1946 wieder aufgebaut und von ihm bis zu seinem Lebensende bewohnt. Er befasste sich fortan mit abstrakten künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten und Farbstudien.
Gentil heiratete am 8. März 1931 in Landau in der Pfalz Johanna Gretel Niedermeier.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gentil, Otto |
| ALTERNATIVNAMEN | Gentil, Otto Rudolph (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer und Maler |
| GEBURTSDATUM | 7. August 1892 |
| GEBURTSORT | Aschaffenburg |
| STERBEDATUM | 26. Juli 1969 |
| STERBEORT | Aschaffenburg |