Otto Hamel

Historisches Wandgemälde des alten Erfurter Rathauses um 1720

Otto August Maximilian Hammel (geboren 6. März 1866 in Erfurt; gestorben 23. Juli 1950 in Lohr am Main) war ein deutscher Maler.

Leben

Venezianische Fischerboote; Öl auf Leinwand

Otto Hamel wurde als Sohn eines Dekorationsmalers in Erfurt geboren. Nach der Schulzeit besuchte er die Königliche Erfurter Kunstschule, wo er bei dem Historienmaler Eduard von Hagen und bei Emanuel Semper studierte. Mit einem Stipendium der Stadt Erfurt setzte er sein Studium in Berlin bei Max Koch und Franz Skarbina fort. 1888 erhielt er ein Staatsstipendium für einen Studienaufenthalt in Italien, ein Jahr später eröffnete er in Berlin sein erstes Atelier. Sein Studium setzte er in Paris fort, wo er mit dem Impressionismus in Berührung kam. 1890, nach seiner Rückkehr wurde er als Professor für Dekorative Malerei an die Kunstgewerbeschule in Hannover berufen.

Um 1912 von Karl Ross für die Familie Hamel an der Eilenriede errichtete Villa Walderseestraße 22

Um 1912 ließ sich Hamel nach Plänen des Architekten Karl Hubert Ross an der Eilenriede in Hannover die neobarocke Villa Walderseestraße 22 errichten.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Hamel Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Er war u. a. von 1937 bis 1944, außer 1942, auf allen Großen Deutsche Kunstausstellungen in München mit 13 Bildern vertreten. Davon erwarben Hitler und die Nazi-Führer Hermann Esser, Rudolf Hess und Joachim von Ribbentrop je eines.

Ausstellungen

Werke

Zahlreiche vielfarbige Ansichtskarten, sogenannte „Künstlerpostkarten“, mit Ansichten von Hannover erschienen mit der Signatur von Otto Hamel, unter anderem von Verlagen wie Meißner & Buch, Leipzig.

Berühmte Schüler

Adolf Mühlhan

Literatur

Commons: Otto Hamel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ o. V.: Villa im Denkmalatlas Niedersachsen [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 14. Dezember 2025
  2. ↑ Beispiel auf einer Verkaufsseite
  3. ↑ Abb. in: Adolf Kiepert: Hannover in Wort und Bild., S. 22