Otto Merx

Otto Merx (* 26. Mai 1862 in Bleicherode; † 12. September 1916 in Antwerpen in Belgien) war ein Historiker und Staatsarchivar.

Herkunft

Otto Merx war eines von sieben Kindern des evangelischen Theologen und Orientalisten Adalbert Merx (1838–1909) und seiner Frau Sophie Curtius (1841–1915).

Leben

Merx besuchte von 1862 bis 1874 das Gymnasium in Nordhausen. Er studierte Geschichte und Geographie an den Universitäten Halle, Berlin und Göttingen. 1888 promovierte er in Göttingen mit einer Arbeit über „Thomas Münzer und Heinrich Pfeiffer 1523–1925“. Seine Archivlaufbahn begann Merx im Februar 1892 am Staatsarchiv Hannover (Archivaspirant, Mai 1894 Archivassistent). Nach sechs Jahren wechselte er im Januar 1898 kurz an das Geheime Staatsarchiv Berlin, um schon im Juni 1898 an das Staatsarchiv Magdeburg (Archivar) versetzt zu werden. Von April 1900 bis September 1903 war er am Staatsarchiv Osnabrück beschäftigt. Im Oktober 1903 ging Merx an das Staatsarchiv Marburg. Letzter Station war im Oktober 1906 das Staatsarchiv Münster, wo er bis zu seinem Tod 1916 als Archivrat arbeitete. Merx war seit dem 13. Mai 1910 Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen.

Otto Merx starb am 12. September 1916 infolge einer Kopfverletzung, die er während seines Kriegsdienstes als Hauptmann im 1. Weltkrieg erlitten hatte.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Günther Franz: Akten zur Geschichte des Bauernkriegs in Mitteldeutschland. Band 1, Zweite Abteilung. herausgegeben auf Grund des Nachlasses von Otto Merx. Scientia Verlag, Aalen 1964, S. VII (Erstausgabe: Leipzig 1934).
Personendaten
NAME Merx, Otto
KURZBESCHREIBUNG deutscher Historiker und Staatsarchivar
GEBURTSDATUM 26. Mai 1862
GEBURTSORT Bleicherode
STERBEDATUM 12. September 1916
STERBEORT Tournhout, Belgien