Otto Mittler (* 25. Mai 1890 in Döttingen; † 30. Oktober 1970 in Baden AG, heimatberechtigt in Döttingen) war ein Schweizer Historiker und Rektor der Bezirksschule Baden.
Otto Mittler wuchs als Sohn eines Weinbauern in Döttingen auf. Nach der Bezirksschule in Leuggern besuchte er das kantonale Lehrerseminar in Wettingen und studierte in Zürich und München Geschichte und Philologie. 1918 doktorierte er bei Wilhelm Oechsli und Gerold Meyer von Knonau mit einer Arbeit über das Soldwesen. Danach wirkte er zunächst in Gränichen als Bezirksschullehrer, ehe er nach Baden an die Bezirksschule wechselte, wo er bis zu seiner Pensionierung 1958 im Lehramt blieb. 1932 bis 1946 hatte er das Rektorat inne.
Mittler gilt zusammen mit Max Müller als einer der geistigen Väter der zweiten Aargauer Kantonsschule in Baden. Zusammen mit Staatsarchivar Georg Boner gehört er zu den bedeutendsten Heimatforschern des Kantons Aargau. Sein meistzitiertes Werk ist Geschichte der Stadt Baden, veröffentlicht in zwei Bänden: Von der frühesten Zeit bis 1650 und Von 1650 bis Gegenwart. Viele seiner historischen Beiträge erschienen in den Badener Neujahrsblättern. Hier gehörte er zusammen mit Paul Haberbosch und Karl Surläuly zu einer Generation Bezirkslehrern, die sich um Geschichte und Heimatkunde von Stadt und Region Baden äusserst verdient machten. 1946 bis 1958 präsidierte er die Historische Gesellschaft des Kantons Aargau.
1962 wurde Mittler das Badener Ehrenbürgerrecht verliehen. Er war mit der Freiämterin Marie Hilfiker verheiratet und Vater zweier Kinder, darunter des Historikers Max Mittler.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mittler, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 25. Mai 1890 |
| GEBURTSORT | Döttingen |
| STERBEDATUM | 30. Oktober 1970 |
| STERBEORT | Baden AG |