Otto Neubaur

Wilhelm Otto Karl Neubaur (* 23. Oktober 1860 in Landsberg an der Warthe; † 21. Oktober 1926) war ein preußischer Generalleutnant.

Leben

Otto Neubaur, Sohn des gleichnamigen Generalarztes Otto Neubaur, trat nach dem Abitur 1881 in das 2. Thüringische Infanterie-Regiment Nr. 32 der Preußischen Armee als Fähnrich ein und wurde im darauffolgenden Jahr Sekondleutnant. Anfang November 1886 kam er zum Großherzoglich Mecklenburgischen Füsilier-Regiment Nr. 90, wo er Mitte September 1890 zum Premierleutnant avancierte und von 1893 bis 1895 als Regimentsadjutant diente. Zum 1. April 1895 erfolgte Neubaurs Kommandierung als Adjutant zur Kommandantur von Danzig und Mitte Dezember des Jahres seine Beförderung zum Hauptmann. Mit der Ernennung zum Kompaniechef im Infanterie-Regiment „Graf Kirchbach“ (1. Niederschlesisches) Nr. 46 trat er am 18. November 1897 in den Truppendienst zurück. Am 18. April 1903 wurde Neubaur zum Adjutanten des Generalkommandos des V. Armee-Korps in Posen ernannt und am 19. Dezember 1903 zum Major befördert. Daran schloss sich am 16. Februar 1907 seine Versetzung nach Bremen als Kommandeur des I. Bataillons im Infanterie-Regiment „Bremen“ (1. Hanseatisches) Nr. 75 an. Am 27. Januar 1911 wurde er in dieser Position Oberstleutnant und war ab dem 13. September 1911 beim Stab des 3. Posenschen Infanterie-Regiments Nr. 58 tätig. Unter Ernennung zum Kommandeur des 2. Lothringischen Infanterie-Regiments Nr. 131 und Beförderung zum Oberst erfolgte am 20. Mai 1913 seine Versetzung nach Mörchingen.

Vom 11. Januar 1915 bis 9. Januar 1916 kommandierte er die 57. Infanterie-Brigade, um ab 27. Juni 1916 die 83. Infanterie-Brigade zu übernehmen. In dieser Eigenschaft wurde er am 5. Oktober 1916 zum Generalmajor befördert und im März 1917 mit dem Roten Adlerorden 2. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 25. August 1917 folgte seine Verwendung als Kommandeur der 22. Infanterie-Division an der Westfront. In dieser Stellung erhielt er in Oktober 1918 den Kronen-Orden II. Klasse mit dem Stern und Schwertern.

Nach dem Kriegsende führte Neubaur seine Division nach Deutschland zurück, wo sein Stab im Dezember 1918 aufgelöst wurde. Anschließend wurde er zu den Offizieren von der Armee überführt und am 28. Juni 1919 in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension und unter Verleihung des Charakters als Generalleutnant zur Disposition gestellt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Biblio Verlag, 1990, ISBN 978-3-7648-1779-4, S. 339.
  2. 1 2 Rangliste der Königlich Preußischen Armee. Mittler & Sohn, Berlin 1908, S. 231.
  3. ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 115 vom 14. September 1911, S. 2641.
  4. ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 66/67 vom 22. Mai 1913, S. 1486.
  5. ↑ Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Biblio Verlag, 1990, ISBN 978-3-7648-1779-4, S. 288.
  6. ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 156 vom 22. März 1917, S. 3827.
  7. ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 51 vom 26. Oktober 1918, S. 842.
  8. ↑ Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 119.
  9. ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 8 vom 17. Juli 1919, S. 147.
Personendaten
NAME Neubaur, Otto
ALTERNATIVNAMEN Neubaur, Wilhelm Otto Karl (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG preußischer Generalleutnant
GEBURTSDATUM 23. Oktober 1860
GEBURTSORT Landsberg an der Warthe
STERBEDATUM 21. Oktober 1926