Otto Neumeister

Otto Neumeister (* 27. September 1930 in Dresden; † 9. August 1985 in Rostock) war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer für Kolbenmaschinen sowie Autor und Mitautor von maritimer Fachliteratur mit dem thematischen Schwerpunkt Betrieb von Schiffsdieselmotoren.

Leben und Wirken

Otto Neumeister war der Sohn eines Handelsvertreters und einer Handelskauffrau. Nach dem Abitur 1949 folgte bis 1951 eine Schlosserlehre beim IFA-Fahrzeugwerk in Chemnitz. Ab 1951 absolvierte er ein Maschinenbaustudium an der TH Dresden, das er 1956 als Diplom-Ingenieur abschloss. Anschließend wechselte er zur Universität Rostock, wo er zunächst als Wissenschaftlicher Assistent und von 1958 bis 1964 als wissenschaftlicher Oberassistent tätig war. Hier erfolgte 1965 mit der Dissertation Kritische Betriebsbereiche des Dieselmotors durch Unterschreitung der Tautemperatur des Verbrennungsgases bei Verwendung schwefelhaltiger Dieselkraftstoffe die Promotion zum Dr.-Ing.

Von 1964 bis 1971 war Neumeister im Dieselmotorenwerk Rostock als Abteilungsleiter für Forschung und Entwicklung, als Chefkonstrukteur und als Hauptabteilungsleiter Serienentwicklung tätig. 1972 erwarb er an der Universität Rostock die Facultas Docendi (Lehrbefähigung) für Verbrennungskraftmaschinen und war anschließend von 1972 bis 1985 in unterschiedlichen Funktionen an der Ingenieurhochschule für Seefahrt Warnemünde/Wustrow (IHS) tätig. Dort begann er als wissenschaftlicher Assistent, wurde 1973 Hochschul-Dozent für Kolbenmaschinen und war von 1976 bis 1985 Professor für Kolbenmaschinen. Seine Habilitation zum Dr. sc. techn. erfolgte 1979/1980 an der Technischen Hochschule Magdeburg mit der Dissertation Wirtschaftlicher Schiffsbetrieb mit Dieselmotoren durch rationellen Kraftstoffeinsatz und hohe Verfügbarkeit. An der IHS war Neumeister von 1979 bis 1985 Direktor der Sektion Schiffsbetriebstechnik und darüber hinaus auch Mitautor des im Berliner Verlag Technik erschienenen Standardwerkes Schiffsmaschinenbetrieb, dort namentlich dokumentiert in der Liste des jeweiligen Autorenkollektivs.

Zu Neumeisters Schriften zählten auch Publikationen in den Fachzeitschriften seiner Zeit, wie die Schiffbautechnik, die Schriftenreihe der Ingenieurhochschule für Seefahrt Warnemünde/Wustrow und die Seewirtschaft.

Nach dem Tod Neumeisters wurde sein Werk Betrieb von Schiffsmotorenanlagen von Hans Georg Erbling als Mitverfasser vollendet und im Verlag Technik 1987 und 1989 veröffentlicht.

Publikationen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 Eintrag zu Otto Neumeister im Catalogus Professorum Rostochiensium
  2. ↑ Kritische Betriebsbereiche des Dieselmotors durch Unterschreitung der Tautemperatur des Verbrennungsgases bei Verwendung schwefelhaltiger Dieselkraftstoffe von Otto Neumeister (1965; DNB 481321276).
  3. ↑ Fachzeitschrift Schiffbautechnik 1963–1968; DNB 013392727.
  4. ↑ Schriftenreihe der Ingenieurhochschule für Seefahrt Warnemünde/Wustrow 1974–1978; DNB 011069503.
  5. ↑ Fachzeitschrift Seewirtschaft 1969–1990; DNB 014704714
  6. ↑ Hans Theremin und Heinz Röbke (Hrsg.): Schiffsmaschinenbetrieb. 4., durchges. Auflage, Verlag Technik, Berlin 1982 (DNB 820877654) S. 113 (Literaturverzeichnis: Otto Neumeister als Verfasser von Beiträgen in Fachzeitschriften namentlich dokumentiert unter Weitere zu empfehlende Literatur).
  7. ↑ Otto Neumeister, Hans Georg Erbling: Betrieb von Schiffsmotorenanlagen. Verlag Technik, Berlin 1987/1989, DNB 890884137.
Personendaten
NAME Neumeister, Otto
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maschinenbauingenieur
GEBURTSDATUM 27. September 1930
GEBURTSORT Dresden
STERBEDATUM 9. August 1985
STERBEORT Rostock