Otto Plate

Otto Plate (* 8. September 1863 in Hamburg; † 26. November 1930 in Hamburg) war ein deutscher Bibliothekar. Er gilt als Begründer der Freihandaufstellung in Deutschland.

Wirken

Grabstätte auf dem Friedhof Ohlsdorf

Otto Plate legte seine Reifeprüfung am Johanneum in Hamburg ab und studierte dann Germanistik an den Universitäten Straßburg, Tübingen und Berlin. Seit 1883 gehörte er der schwarzen Verbindung Derendingia (seit 1897 Tübinger Burschenschaft Derendingia) an. 1887 promovierte er an der Universität Straßburg, ein Jahr später folgte das Staatsexamen für das höhere Lehramt. Nach kurzer Zeit als Lehrer am Hamburger Johanneum (1889/1890) trat er 1891 in den Bibliotheksdienst ein, zunächst als Voluntär an der Universitätsbibliothek Gießen und bibliothekarischer Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek Rostock. 1894 wechselte er in die USA an die Bibliothek der United States Military Academy in Westpoint (N.Y.). Im Jahre 1903 übernahm er in Hamburg die Leitung der erst 1899 gegründeten Öffentlichen Bücherhalle, deren Vorstand er bis 1930 blieb. In dieser Zeit arbeitete Plate intensiv am Ausbau des öffentlichen Büchereiwesens in Hamburg. Hierbei nutzte er die in den USA gewonnenen Bibliothekserfahrungen und führte u. a. erstmals in Deutschland die Freihandausleihe („open access“) ein.

Otto Plate wurde in der Familiengrabstätte auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Sie liegt südöstlich vom Nordteich.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Alexandra Habermann, Rainer Klemmt, Frauke Siefkes: Lexikon deutscher wissenschaftlicher Bibliothekare 1925–1980. Klostermann, Frankfurt 1985, ISBN 3-465-01664-5, S. 250f.
  2. ↑ Vorort Cassel der Vereinigung Alter Burschenschafter (Hrsg.): Verzeichnis der Alten Burschenschafter 1925/26, Verlag der Burschenschaftlichen Blätter, Frankfurt am Main 1926, S. 344.
Personendaten
NAME Plate, Otto
KURZBESCHREIBUNG deutscher Bibliothekar
GEBURTSDATUM 8. September 1863
GEBURTSORT Hamburg
STERBEDATUM 26. November 1930
STERBEORT Hamburg