
Otto Adalbert Posse (* 29. Juli 1847 in Weißensee; † 13. November 1921 in Dresden) war ein deutscher Historiker und Archivar.
Otto Posse studierte Geschichte an den Universitäten Berlin und Göttingen, wo er bei Georg Waitz mit einer Studie über die „Reinhardtsbrunner Geschichtsbücher“ promoviert wurde. Der Schüler von Leopold von Ranke und Georg Waitz wechselte nach einer Tätigkeit am Königlichen Staatsarchiv Marburg und am Großherzoglichen Staatsarchiv in Weimar 1875 nach Dresden an das Hauptstaatsarchiv, wo er sich insbesondere der Herausgabe des Codex diplomaticus Saxoniae regiae widmete. In Marburg wurde Posse im Jahr 1872 Mitglied der Freimaurerloge Marc Aurel zum flammenden Stern.
Grundlage der 800-Jahr-Feier des Hauses Wettin in Dresden 1889 war die Entdeckung des Staatsarchivars Otto Posse, dass der Ritter Heinrich von Eilenburg das Amt des Markgrafen von Meißen durch Kaiser Heinrich IV. übertragen bekommen hatte. Dieser nannte sein Geschlecht nach dem Stammschlosse Burg Wettin, was urkundlich aus dem Jahr 1089 belegt war.
1919 wurde Posse pensioniert.
Heutigen Mediävisten ist Posse durch die nach wie vor nicht übertroffene Aufarbeitung der deutschen Herrschersiegel bekannt. Sein Sohn Hans Posse war Kunsthistoriker und Sonderbeauftragter Hitlers für den Aufbau des „Führermuseums“ in Linz.
| Personendaten | |
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| NAME | Posse, Otto |
| ALTERNATIVNAMEN | Posse, Otto Adalbert (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Archivar |
| GEBURTSDATUM | 29. Juli 1847 |
| GEBURTSORT | Weißensee |
| STERBEDATUM | 13. November 1921 |
| STERBEORT | Dresden |