Otto Reetz (* 28. April 1876 in Neufriedland; † 19. August 1956 in Wermelskirchen) war ein deutscher Gewerkschafter und Politiker (SPD).
Reetz machte nach der Volksschule eine Lehre als Schuhmacher und ging anschließend auf Wanderschaft. 1898 ließ er sich in Wermelskirchen nieder und übte dort den erlernten Beruf aus. Außerdem war er aktives Mitglied des freigewerkschaftlichen Lederarbeiterverbandes und von 1909 bis 1933 Gewerkschaftssekretär. Später machte er sich mit einer Schuhmacherwerkstatt selbstständig.
In der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft wurde er entlassen, sein Haus wurde von der Gestapo durchsucht und Reetz wurde zweimal (1933 und 1944) verhaftet.
Im Jahr 1902 trat er in die SPD ein und wurde kurz darauf Vorsitzender des Ortsvereins Wermelskirchen. Ab 1905 Mitglied des Stadtrates von Wermelskirchen.
Nach 1945 war Reetz erneut Mitglied des Stadtrates und auch der Vertreterversammlung des Amtes Wermelskirchen. 1946 wurde er von der Militärregierung zum Bürgermeister der Stadt und des Amtes Wermelskirchen ernannt. Nachdem die CDU bei den darauf folgenden Kommunalwahlen stärkste Kraft wurde, übernahm sie das Bürgermeisteramt, Reetz war nunmehr stellvertretender Bürgermeister von Wermelskirchen. Daneben gehörte er dem Kreistag des Rhein-Wupper-Kreises an.
In den Jahren 1946 und 1947 war er Mitglied des ernannten Landtages von Nordrhein-Westfalen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reetz, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gewerkschafter und Politiker (SPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 28. April 1876 |
| GEBURTSORT | Neufriedland |
| STERBEDATUM | 19. August 1956 |
| STERBEORT | Wermelskirchen |