Otto Ruprecht (* 3. Juli 1860 in Aurich; † 29. Dezember 1946 in Göttingen) war ein deutscher Architekt und Baubeamter.
Otto Ruprecht war der Sohn des Oberlehrers Ludwig Anton Ruprecht, studierte 1880–1885 in München und an der Technischen Hochschule Hannover Architektur; zu seinen Lehrern gehörte Conrad Wilhelm Hase. 1881 wurde er Mitglied des Corps Hannovera.
1886 absolvierte Ruprecht die Prüfung zum Regierungsbauführer; die Auszeichnung von 900 Mark ermöglichte eine Studienreise. 1889 wurde er Regierungsbaumeister im Hochbau-Fach. Die damit verbundene Auszeichnung von 1890 ergab eine weitere Reiseprämie in Höhe von 1800 Mark. Folge der italienischen Studien war ein 1896 in der Zeitschrift für Bauwesen veröffentlichter Aufsatz. Es folgte bis 1897 eine Tätigkeit als Regierungsbaumeister bei Bauleitungen in Frankfurt am Main, Düsseldorf, Koblenz und Berlin. 1897 bat Ruprecht um Entlassung aus dem Staatsdienst und wechselte in die kommunale Bauverwaltung. 1897–1908 war Ruprecht Leiter der Hochbauabteilung B im Stadtbauamt in Hannover und als Stadtbauinspektor vor allem für Schulbauten zuständig, ebenso wie der Architekt Paul Rowald, bis 1902 Carl Wolff sein Amt als Stadtbaurat antrat. Einige seiner Bauprojekte veröffentlichte Otto Ruprecht in der Zeitschrift für Architektur und Ingenieurwesen.
Ab 1908 war Ruprecht Landesbaurat in Merseburg; diese Tätigkeit ist bisher kaum erforscht; immerhin sind aus den Jahren 1908–1913 einige Bauten am Harz und in Halle an der Saale bekannt, so beispielsweise die Bearbeitung des von Wilhelm Kreis entworfenen Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle.
1928 übersiedelte Ruprecht von Merseburg nach Göttingen, wo die Familie Ruprecht seit langem ansässig war und er als Landesbaurat i. R. seinen Lebensabend verbrachte.
Otto Ruprecht war verheiratet mit Sofie Charlotte, geb. Wieseke.


| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ruprecht, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt und kommunaler Baubeamter |
| GEBURTSDATUM | 3. Juli 1860 |
| GEBURTSORT | Aurich |
| STERBEDATUM | 29. Dezember 1946 |
| STERBEORT | Göttingen |