Otto Strerath

Otto Alwin Gerhard Strerath (* 10. Dezember 1906 in Göttingen; † 5. November 1973 in Hamburg) war ein deutscher Komponist im Schach.

Strerath erlernte 1919 das Schachspiel und publizierte in den Folgejahren in Amsterdamer Zeitungen ca. 30 seiner Kompositionsversuche. Erst 1943 bis Mitte der 1950er Jahre wurde er über seine Bekanntschaft mit Wilhelm Karsch zum ernsthaften Komponieren angeregt. In dieser recht kurzen Zeitspanne gewann er viele Preise und Auszeichnungen vorwiegend mit Zweizügern. Er komponierte auch einige wenige Dreizüger und Hilfsmattaufgaben. Sechs Zweizügeraufgaben wurden in das FIDE-Album 1945–1955 aufgenommen.

Otto Strerath
Die Schwalbe, 1948
82. Thematurnier, Preis
  a b c d e f g h  
8 8
7 7
6 6
5 5
4 4
3 3
2 2
1 1
  a b c d e f g h  
Matt in 2 Zügen


Lösung: 1. Sh7–f8 droht Ld7xe6 matt. Die erste Verteidigungsidee für Schwarz besteht darin, den angegriffenen Se6 zu decken. Das ist durch einen beliebigen Abzug des Turms d5 möglich, denn dadurch wird die Wirkungslinie des La2 nach e6 geöffnet. Auf einen solchen beliebigen Abzug, etwa Td5–d1, kann Weiß aber gleich auf vier Arten mattsetzen, weil der Turm mit seinem Abzug gleichzeitig die Zug- und Wirkungslinie der weißen Dame nach e4 und f3 öffnet: Db7–e4 matt, Db7xf3 matt, Th4–h5 matt, g2–g4 matt.

Durch Abzüge des Turms auf geeignete Felder kann Schwarz jeweils drei der vier angegebenen Mattzüge abwehren, so dass nur ein Matt übrigbleibt:

Dies ist eine sekundäre Form des (freien) Fleck-Themas: Gewöhnlich stellt beim Fleck-Thema der Schlüsselzug selbst eine Mehrfachdrohung auf, die Schwarz nur noch differenzieren kann. Hier droht jedoch nach 1. Sf8 zunächst nur ein Matt. Erst nach beliebigen Wegzügen des schwarzen Td5 drohen („sekundär“) alle vier Matts. Die vier thematischen Paraden des schwarzen Turms (Td6, Te5, Td4, Txd7) schließen reihum jeweils drei dieser Matts aus und lassen nur eines zu.

Einzelnachweise

  1. ↑ Schwalbe-Kartei