Otto Walcha

Otto Walcha (* 6. August 1901 in Riesa; † 25. Mai 1968 in Meißen) war ein deutscher Maler, Schriftsteller und Archivar. Überregionale Bekanntheit erhielt er durch sein 1973 im Verlag der Kunst erschienenes Werk Meissner Porzellan.

Leben

Walcha war der Sohn des promovierten Stadt- und Schularztes Martin Walcha aus Riesa. Seine Schulbildung erhielt er an der Volksschule in Riesa und am Realgymnasium in Meißen. An der Technischen Hochschule und Akademie für angewandte Kunst in Dresden studierte er Kunstwissenschaften, Literatur, Philosophie und Psychologie. 1924 legte er die Staatsprüfung für das kunstpädagogische Lehramt an höhere Lehranstalten ab. Im Anschluss daran wirkte er als Kunsterzieher am Franciscaneum und danach an der Fürstenschule St. Afra in Meißen. Das Adressbuch verzeichnete ihn 1939 als „akad. geb. Zeichenlehrer“ mit der Adresse Kalkberg 66.

In seiner Freizeit war Walcha als Kunstmaler tätig und schuf zahlreiche Werke, die er auch öffentlich ausstellte. Ferner bemalte er Keramik. Als Maler wurde er in den Vorstand des Meißner Kunstvereins berufen.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Walcha obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Es ist für diese Zeit aber lediglich 1936 seine Teilnahme an der Kunstausstellung Dresden bekannt. 1940 trat er der NSDAP bei. Von 1943 bis 1945 nahm er als Wehrmachtssoldat am Zweiten Weltkrieg teil und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

1946 nach Meißen zurückkehrt, machte er sich als Maler und Schriftsteller selbstständig. 1951 hatte Walcha in Meißen eine Einzelausstellung. Ab 1957 war er auch freier Mitarbeiter der Porzellanmanufaktur Meißen und kümmerte sich um das dortige Betriebsarchiv. Hier hatte es ihm besonders die Geschichte des wandernden Arkanisten Christoph Conrad Hunger angetan, über den er 1958 in der Schweiz publizierte.

Zu seinen Wirkungsstätten als Künstler zählte auch das Schloss Scharfenberg.

Der wissenschaftliche Nachlass von Walcha wird in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden aufbewahrt.

Ehrungen

Werke (Auswahl)

Malerei

Publikationen

Einzelnachweise

  1. ↑ Olaf Kappelt: Braunbuch DDR. Berlin, 2. Auflage, 2009. S. 556f
  2. ↑ Walcha, Otto. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 996
  3. ↑ Spezialkatalog Nachlaß Otto Walcha – Mscr.Dresd.App.2545
  4. ↑ https://bildatlas-ddr-kunst.de/shared/pdf/collection_096_01.pdf
  5. ↑ SKD | Online Collection. Abgerufen am 1. Mai 2024.
Personendaten
NAME Walcha, Otto
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler, Schriftsteller und Archivar
GEBURTSDATUM 6. August 1901
GEBURTSORT Riesa
STERBEDATUM 25. Mai 1968
STERBEORT Meißen