Oskar Heinrich Wilsdorff, oftmals fälschlicherweise auch Otto Heinrich Wilsdorff genannt oder auch Otto Wilsdorff und Otto Wilsdorf, (* 22. Februar 1835 in Dresden; † 17. April 1883 in Hannover) war ein deutscher Architekt, Baubeamter und Fachschul-Lehrer.
Oskar Wilsdorff besuchte von 1849 bis 1855 eine Baugewerbeschule in Sachsen sowie das Polytechnikum Dresden. In der Folge wurde er mit verschiedenen Studienpreisen und Medaillen ausgezeichnet.
Anschließend war er 1855 bis 1857 Bauassistent beim Landbauamt Leipzig in Oschatz. Von 1857 bis 1875 nahm er in Nienburg die Stelle eines Lehrers an der Baugewerbeschule Nienburg an. Nachdem Wilsdorff 1866 in den Rang eines Hofbaukondukteurs befördert worden war, arbeitete er parallel zu seiner Lehrerstelle – jedoch nur in den Semesterferien – als Baukondukteur für die Landbauinspektionen Hannover, Aurich, Osterode, Göttingen, Nienburg und Verden.
1875 erhielt Wilsdorff in Hannover die Stelle des Stadtbauinspektors und wurde Leiter der Hochbauabteilung des hannoverschen Stadtbauamtes.
1879 übernahm Wilsdorff auch die technische Leitung der Baupolizei in Hannover. Zeitweilig wirkte er zudem als Direktor der Städtischen Gewerbeschule.
Oskar Wilsdorff war Mitglied im Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover. Er wird in direkten Bezug zu Conrad Wilhelm Hase und der von ihm begründeten Hannoverschen Architekturschule gebracht.

Fachzeitschriften:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wilsdorff, Oskar |
| ALTERNATIVNAMEN | Wilsdorf, Oskar Heinrich (vollständiger Name); Wilsdorff, Otto Heinrich (Falschschreibung); Wilsdorff, Otto (Falschschreibung) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt, Baubeamter und Fachschul-Lehrer |
| GEBURTSDATUM | 22. Februar 1835 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | 17. April 1883 |
| STERBEORT | Hannover |