
Ovid Densusianu (* 29. Dezember 1873 in Făgăraș, Siebenbürgen; † 8. Juni 1938 in Bukarest) war ein rumänischer Romanist, Rumänist, Volkskundler und Dichter.
Ovid Densusianu war der Sohn des Literarhistorikers Aron Densușianu (1837–1900). Die Grundschule besuchte er im siebenbürgischen Săcele, bis er 1881 mit der Familie nach Iași im damaligen Königreich Rumänien umzog. Dort studierte er bei Alexandru Philippide (1859–1933) und schloss 1892 ab. Als Gymnasiallehrer in Focșani weilte er zu einem Studienaufenthalt bei Adolf Tobler in Berlin, der ihn nach Paris empfahl. Von 1893 bis 1896 studierte er bei Gaston Paris an der École pratique des hautes études in Paris und schloss mit der Herausgabe von La Prise de Cordres et de Sebille. Chanson de geste du 12e siècle (Paris 1896, in der Reihe: Société des anciens textes français; Nachdruck, New York 1965) ab.
1897 (offiziell 1901) übernahm Densusianu an der Universität Bukarest den Lehrstuhl für rumänische Sprache und Literatur und wurde 1918 aktives Mitglied der Rumänischen Akademie (korrespondierendes Mitglied seit 1901). Er war Gründer und Herausgeber der Zeitschriften Viața nouă (1905–1925) und Grai și suflet (1923–1938). Ovid Densusianu gilt als der Begründer der modernen rumänischen Romanistik.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Densusianu, Ovid |
| KURZBESCHREIBUNG | rumänischer Romanist, Rumänist, Volkskundler und Dichter |
| GEBURTSDATUM | 29. Dezember 1873 |
| GEBURTSORT | Săcel (Maramureș) |
| STERBEDATUM | 8. Juni 1938 |
| STERBEORT | Bukarest |