PEN/GEOS ist eine grafische Benutzeroberfläche für mobile Geräte. Eingesetzt wurde das 16-Bit-x86-System, ein Abkömmling des PC/GEOS, Ende der 1990er-Jahre unter anderem in den Nokia Communicator 9000 und 9110.
GeoWorks entwickelte in den Jahren 1992 bis 1995 auf Basis von PC/GEOS ein neues System unter der Bezeichnung PEN/GEOS zum Einsatz auf tragbaren Computern. Eine Lizenz zur zukünftigen Entwicklung und Vermarktung von PC/GEOS erwarb 1993 die Firma NewDeal.
PEN/GEOS hatte eine optional mit einem speziellen Stift bedienbare Benutzeroberfläche, war weitgehend PC/GEOS kompatibel, und setzte auf ROMDOS, einem Embedded-DOS von Datalight. Die Skalierbarkeit von PC/GEOS ermöglicht es, auf GEOS basierende grafische Benutzerschnittstellen für verschiedenste x86-kompatible Hardware und Einsatzzwecke zu entwickeln.
Als Nokia für den Communicator 9210 auf die Arm-Architektur setzte, geriet GeoWorks in Zugzwang, da PEN/GEOS ein x86-kompatibles und auf 16-Bit beschränktes System war.
Hektisch kaufte GeoWorks RISC-kompatible Software wie das Eden OS hinzu, nannte es GEOS-E und begann auf dessen Basis und mit der Erfahrung aus PC/GEOS und PEN/GEOS, das neue GEOS-SC, einen 32-Bit RISC-Nachfolger zu entwickeln. Nokia aber entschied sich für eine Zusammenarbeit mit Psion. Dessen Betriebssystem EPOC wurde Basis des Symbian OS. Dies bedeutete das Aus für PEN/GEOS im Nokia Communicator und begründete den Beginn des Untergangs der Firma GeoWorks.
Später konnte sie GEOS-SC für einige i-mode-Handys und für das erste GSM-fähige Smartphone mit Routenplaner, Toshiba Genio sowie das erste Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera Toshiba Camesse für den japanischen Markt lizenzieren lassen.