Die Autorengruppe PENG verband in den 1980er und 1990er Jahren Aktionskünstler mit deutschsprachigen Schriftstellern. Das Akronym bildeten die Gründer PENG aus den Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen, namentlich Lou A. Probsthayn, Reimer Boy Eilers, Nicolas Nowack und Gunter Gerlach. Später kamen Tobias Gohlis und Michael Batz hinzu.
Mit vielen Performances verfolgte PENG nach eigenen Worten das Ziel, „Literatur im offenen Raum, an unerwarteten Orten einer immer neuen Öffentlichkeit zu präsentieren, um Menschen unvermittelt mit Literatur zu konfrontieren und neue Wahrnehmungsmöglichkeiten von Literatur zu schaffen“.
Die Autoren der Gruppe verkörperten von Anfang an unterschiedliche Stile. Sie kamen aus sehr verschiedenen Hintergründen. Nowack studierte beispielsweise Medizin, Batz war als Kabarettist mit Achim Konejung und Horst Schroth unterwegs gewesen.
Gleichwohl ließen sie sich über die Zielsetzung und den Gruppenzusammenhalt definieren. Die Kritikerin Annemarie Stoltenberg befand:
„Die Autorengruppe PENG steht nicht im Verdacht, zur Punk- oder Undergroundszene zu gehören. Die Dichter, die sich hier zusammengeschlossen haben, versuchen, ihre Kunst nicht als Mittel zum Zweck degradieren zu lassen. Sie lassen sich auf keine Botschaft reduzieren und dienen keinem moralischen Anspruch, sie nutzen aber jede Möglichkeit zur Eigenwerbung (…) Die Texte von PENG sind schnell und dicht. Sie handeln vom alltäglichen Wahnsinn. Die Autoren rennen sozusagen mit dem Kopf gegen die Wand (…) Die Autorengruppe PENG hat wie viele andere versucht, ein bestimmtes Zeitgefühl zu beschreiben, den täglichen Zynismus, den Hass, die Kälte und das Gehetztsein …“