

Padel, auch Padel-Tennis bezeichnet, ist ein aus Mexiko stammendes, vom Tennis abgeleitetes Rückschlagspiel.
Die in Spanien, Italien, Frankreich und Südamerika besonders weit verbreitete Sportart Padel wird allein in Spanien von rund 6,2 Millionen und in Italien von rund 2,2 Millionen Menschen betrieben; in Frankreich sind es rund 800.000. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnt Padel zunehmend an Bedeutung und entwickelt sich dort zu einer Trendsportart.
Im Gegensatz zum Tennis sind die Spielfelder kleiner und die Schläger ohne Bespannung und kürzer; früher waren sie aus Holz, heute bestehen sie mit wenigen Ausnahmen aus Kunststoff, der auch mit Kohlenstofffasern verstärkt sein kann. Die Spielfelder haben bis auf Ausnahmen dieselben Markierungen wie beim Tenniseinzelspiel; außerdem werden bei einigen Varianten die Wände der Spielbereichs- oder Spielfeldumrandung teilweise oder komplett den Regeln entsprechend mit in das Spielgeschehen einbezogen.
Ähnlich sind das ältere Paddle-Tennis sowie weitere Varianten davon in den USA wie etwa die Ost- und Westküstenversion von Paddle-Tennis selbst, Platform-Tennis genannt. Des Weiteren gibt es One-Wall und Four-Wall-Paddleball sowie eine Beach-Variante. Auch wenn der Einfluss von Tennis offensichtlich ist, gibt es auch Einflüsse von Spielen mit weitaus älteren Wurzeln, wie beispielsweise Jeu de Paume, Fronton oder das im Baskenland gespielte Basque Pelota (Pelota Vasca).
Die deutsche Übersetzung Padel-Tennis bezieht sich zuerst auf das ältere, in den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Episkopalpriester Frank Peer Beal in New York ins Leben gerufene Spiel Paddle-Tennis.
Der spanische Name Pádel des jüngeren und in der spanischsprachigen Welt populäreren Spiels ist die spanische Form des Wortes Paddle. Es wurde unter anderem auch zur besseren Unterscheidung zum in den USA gespielten Paddle-Tennis eingeführt. Des Weiteren werden Fremdwörter seltener in ihrer ursprünglichen Form in die spanische Sprache übernommen, zum größeren Teil folgt man der Regel, das Wort in Spanisch so zu schreiben, dass die ursprüngliche Aussprache im Spanischen weitestgehend erhalten bleibt.
Zur besseren Unterscheidung der beiden Spiele hat sich auch im Englischen die spanische Bezeichnung „Pádel“ zur Abgrenzung von Paddle-Tennis etabliert.
Die Federación Española de Pádel (FEP) erstellte 2014 ein Backronym für Promoción de Actividades Deportivas, Educativas y Lúdicas (deutsch: Förderung von Sport-, Bildungs- und Freizeitaktivitäten).
Die wesentliche Innovation von Padel ist die Einbeziehung der die Spielzone umgebenden Wände und Zäune. Die einschließende Umrandung beim Padel besteht aus festem Material, wie etwa Zäunen und Kunststoffglaswänden. Die Glaswände und Zäune begrenzen das Spielfeld und werden ganz ins Spiel mit einbezogen.
Die verwendeten Bälle, die äußerlich stark an Tennisbälle erinnern, haben weniger Druck und fliegen daher langsamer, springen weniger hoch und können um 1 mm größer als Tennisbälle sein. Gespielt werden sie von verschiedenen Typen von Padelschlägern.
Padel wird im Gegensatz zu den meisten anderen Rückschlagspielen im Wettbewerb ausschließlich im Doppel gespielt. Teilweise werden neben den üblichen Doppelfeldern auch Einzelfelder mit einer Breite von 6 Metern anstelle der für Doppelfelder üblichen 10 Meter zum Spielen angeboten. Im Gegensatz zum Tennis widersprechen diese Einzelfelder jedoch der sehr community-zentrischen Kultur des Sports.
Enrique Corcuera aus Mexiko gilt als Begründer des Padels. Da seine Frau als passionierte Tennisspielerin einen Tennisplatz neben ihrem Wohnhaus in Acapulco haben wollte, der Platz dafür aber nicht ausreichte, baute er 1969 auf der verfügbaren Fläche einen kleineren, an die Tennisplatzdimensionen angepassten Platz, der von einer ca. drei Meter hohen Wand eingefasst war, und schloss beide Spielfeldseiten mit einem Maschendrahtzaun ab. Zunächst nannte er den von ihm erfundenen Sport „Padel Corcuera“. Es wurden wie beim Paddle-Tennis Schläger aus Holz verwendet, die in diesem Sport schon vor geraumer Zeit durch Schläger aus Kunststoffmaterialien ersetzt wurden.
Corcueras Netzwerk inkludierte mehrere sehr bekannte Persönlichkeiten, so kamen beispielsweise Frank Sinatra und Henry Kissinger zu Besuch, um den neuen Sport auszuprobieren. Bei einem Besuch wurde sein Freund Alfonso Hohenlohe aus Spanien 1974 durch Enrique Corcueras Enthusiasmus für das neue Spiel begeistert. Er brachte es nicht nur mit zurück nach Spanien, sondern arbeitete auch weiter an Details des Regelwerks und des Spielfeldes. Schon bald darauf wurden die ersten beiden Spielfelder Spaniens in Marbella gebaut und das Spiel wurde in recht kurzer Zeit gut angenommen. Der Tennisspieler Manolo Santana begann, Turniere zu organisieren und das Spiel bekannt zu machen. Padel breitete sich im Weiteren schnell an der gesamten Costa del Sol aus. Nach Fußball ist Padel in Spanien inzwischen die zweitbeliebteste Sportart.
Nur ein Jahr später, 1975, begeisterte das Spiel Alfonso Hohenlohes argentinischen Freund Julio Menditeguy und die ihn begleitenden Spieler der argentinischen Polo-Mannschaft, die in Marbella zu Besuch waren. Sie nahmen die Idee mit nach Argentinien, wo Padel einen ungeahnten Erfolg hatte und zum zweitbeliebtesten Sport des Landes wurde.
Padel breitete sich weiterhin in Süd- und Mittelamerika mit unterschiedlich starkem Erfolg aus und erreichte auch die USA und Kanada. Am stärksten hat sich Padel bislang in Spanien, Argentinien und Brasilien entwickelt. In den 1990er Jahren waren Spanien, Frankreich, Italien, Österreich und Belgien, später auch die Schweiz, diejenigen europäischen Länder, die an den Welt- und Europameisterschaften teilnahmen. Zwischenzeitlich ist das Teilnehmerfeld deutlich angewachsen, so traten beispielsweise bei den Padel-Weltmeisterschaften 2024 bei Damen und Herren jeweils 16 Länder an.
Der erfolgreichste Spieler der letzten 30 Jahre war Fernando Belasteguín, der 16 Jahre der weltbeste Padelspieler war (2002–2018) und den Sport rund 20 Jahre lang entscheidend mitprägte. Die meiste Zeit spielte er mit seinem festen Spielpartner Juan Martín Diaz; sie standen alleine zwischen 2006 und 2014 in 129 Finals und gewannen davon 115. Bei den Damen gilt die aktuelle Weltspitze mit Gemma Triay und Delfina Brea als prägend, zudem waren Alejandra Salazar und Marta Marrero (2015–2018) sowie Ariana Sánchez mit ihrer langjährigen Mitspielerin Paula Josemaría (2021–2025) wesentliche Protagonistinnen, die die Entwicklung des Sports über viele Jahre mitgestalten haben.

Weltweit spielen nach Angaben des Dachverbands International Padel Federation mehr als 35 Millionen Menschen Padel, davon mehr als 850.000 in 100 nationalen Verbänden.
Spanien führt die Statistik Ende 2025 deutlich mit 6,2 Millionen Amateur-Padelspielern an, gefolgt von

Zwischen April 2026 und September 2026 hat sich die bundesweite Zahl der Standorte von 479 auf 786 und die Zahl der Padelplätze von 1.504 auf 2.286 erhöht (Stand September 2026). Des Öfteren finden sich inzwischen Padelplätze, die neben bestehenden Tennisplätzen oder in ehemaligen Tennishallen errichtet werden. Die meisten Standorte gibt es mit 168 in Nordrhein-Westfalen. In Deutschland sind die Padelspieler weitgehend im Deutschen Padel Verband (DPV) organisiert. Er ist verantwortlich für die Turnierserie German Padel Series und seit 2020 für die Padel-Bundesliga und die darunter angesiedelten Ligen (2. Bundesliga, Regionalliga, Oberliga). Seit Januar 2023 wird die German Padel Tour unter der Ägide des DTB mit Turnieren in fünf NRW-Städten ausgetragen und beim Sportkanal Spontent live übertragen.

In Österreich existieren über 137 Standorte mit Padelplätzen, die meisten davon in der Bundeshauptstadt Wien. 2020 gab es in Wien nur acht Padel-Courts und 2023 waren es bereits 108. In der Bundeshauptstadt gab es 20.000 bis 30.000 Spieler. In Österreich sind die Padelspieler in der Austrian Padel Union (APU) organisiert. Die Anzahl der verfügbaren Plätze beläuft sich auf 545 (Stand: September 2026) und hat sich damit innerhalb gut eines Jahres beinahe verdoppelt.

In der Schweiz sind die Padelspieler im Schweizer Padel Verband organisiert. Ihnen stehen 550 Padelplätze an 190 Standorten zur Verfügung (Stand: September 2026).
Seit 2006 existierte die Padel Pro Tour, welche von den drei Organisationen Torneos Profesionales de Pádel, der Asociación de Jugadores Profesionales de Pádel (AJPP) und der Asociación Femenina Española de Pádel (AFEP) getragen wurde. Die Padel-Pro-Tour-Wettbewerbe fanden damals hauptsächlich in Spanien statt. Im Jahr 2013 etablierten die gleichen Organisationen die World Padel Tour als Nachfolgewettbewerb der Padel Pro Tour.

Seit 2023 organisiert der internationale Padel-Verband International Padel Federation die Premier Padel Tour, welche als globaler Wettbewerb konzipiert ist, innerhalb dessen Turniere in einer Reihe unterschiedlicher Länder stattfinden, wobei die meisten der 22 Turniere im Jahr 2025 in Spanien (6 Turniere), Südamerika (5 Turniere) und auf der arabischen Halbinsel sowie Ägypten (4 Turniere) angesetzt wurden. Die Aufnahme des arabischen Raums in den Spielplan der Premier Padel Tour ist dem Sponsoring des katarischen Staates zu verdanken, der 2023 die Übernahme der World Padel Tour erklärte und seither die Premier Padel Tour finanziert, da die beiden Turnierserien 2025 unter dem Dach der Premier Padel Tour zusammengelegt wurden.

Die Turniere der Premier Padel Tour finden in der Regel zwischen Februar und Dezember eines Jahres statt, wobei im August in der Regel keine Turniere beginnen. Das letzte Turnier des Jahres sind die Barcelona Finals, bei denen die 16 besten Herren- und Damendoppel des jeweiligen Jahres zum Saisonfinale antreten.
Im Rahmen der Premier Padel Tour gibt es vier unterschiedliche Turnierklassen, die sich ähnlich der Klassifikation von Profi-Tennisturnieren nach der Zahl der beim jeweiligen Turnier zu gewinnenden Weltranglistenpunkte, der Anzahl der teilnehmenden Teams und dem zu gewinnenden Preisgeld unterscheiden:
Bei den Finals erhalten nur die siegreichen Teams überhaupt Weltranglistenpunkte, bei allen anderen Turnieren steigert sich die Anzahl der gewonnenen Weltranglistenpunkte mit jeder Runde, die ein Team siegreich übersteht.
Die Spiele der Premier Padel Tour werden auf dem Youtube-Kanal von Premier Padel (bis einschließlich Achtelfinale) sowie bei Red Bull TV (ab Viertelfinale) via Internet gestreamt, dabei werden alle Spiele eines Platzes mit spanischem, englischem und teilweise auch deutschem Kommentar angeboten.
Als zweite Liga neben der Premier Padel Tour wurde ebenfalls 2023 die FIP Tour für die zweite Garde der professionellen Padel-Spieler und -Spielerinnen etabliert. Hier wurden für das Jahr 2025 insgesamt 164 Turniere angesetzt, die überall auf der Welt stattfanden. 2026 hatte sich die Zahl der FIP-Turniere bereits auf 225 erhöht.
Ähnlich wie bei der Premier Padel Tour wird auch hier die Wertigkeit der Turniere unterschieden:
Auch bei der FIP Tour gibt es bei den Finals nur für die siegreichen Teams Weltranglistenpunkte; bei allen anderen Turnieren der FIP Tour hängt die Zahl der gewonnenen Weltranglistenpunkte von der jeweils erreichten Turnierrunde ab.
Zusätzlich zu den professionellen Padelturnieren finden seit 1992 alle zwei Jahre die Padel-Weltmeisterschaften der Männer und Frauen statt. Die einzige Ausnahme von diesem Rhythmus war die Corona-Pandemie-bedingte Verschiebung der Weltmeisterschaften 2020 auf das Jahr 2021. Zudem gab es 2018 in Paraguay bei den Männern keinen Weltmeister, weil die Finalisten aufgrund organisatorischer Probleme nicht antraten. Bei der WM werden zunächst Gruppenspiele ausgetragen, die jeweils siegreichen Teams kämpfen anschließend in einer KO-Phase um den Weltmeistertitel. Dabei treten pro Begegnung jeweils drei Doppelpaarungen der jeweiligen Länder gegeneinander an, das siegreiche Land muss entsprechend mindestens zwei der drei Doppel gewinnen.
Bei den Padel-Weltmeisterschaften zeigt sich, analog der Padel-Weltrangliste, die enorme Dominanz der spanischen und argentinischen Teams. Seit dem Beginn des Weltmeisterschaftsformats haben sowohl bei den Damen als auch bei den Herren stets nur Teams der beiden Länder den Weltmeistertitel gewinnen können. Zudem lautete die Finalpaarung in 14 der 16 ausgetragenen Wettbewerbe bei den Männern Spanien gegen Argentinien, bei den Frauen kam es in 16 der 17 ausgetragenen Finals zur Begegnung der beiden dominierenden Padel-Nationen der Welt.
Padel ist derzeit kein olympischer Sport und kein Bestandteil des Programms der Olympischen Sommerspiele 2028. Der internationale Verband FIP hat 2024 ein Projekt unter Leitung des argentinischen Verbandspräsidenten Santiago Brito aufgesetzt, das das Ziel hat, an den Olympischen Sommerspielen 2032 teilzunehmen. Katar und Saudi-Arabien als potenzielle Gastgeber der Olympischen Spiele 2036 erscheinen im Gegensatz zu Brisbane eher geneigt, dem Sport im Falle ihrer Wahl eine olympische Bühne zu bieten, da sie stark in die Verbreitung des Sports investieren.
Die Schläger sind solide ohne Bespannung. Die Konstruktion besteht zumeist aus Schaumstoff als Kern mit einer stabilen glatten Kunststoffhaut verschiedener Stärke, die bei höherwertigen Schlägern oft auch mit Kohlenstofffasern in mehr oder weniger großen Anteilen verstärkt ist. Preise für Schläger beginnen bei ca. 20 Euro und reichen bis zu 400 Euro.

Die Schläger müssen die Maximalmaße von 45,5 cm in der Länge, 26 cm in der Breite sowie 38 mm Stärke einhalten. Die Schlagfläche sollte eine Länge von 30 cm und eine Breite von 26 cm nicht überschreiten. Generell sollte sie plan sein, die Oberflächenstruktur im Speziellen kann glatt oder aufgeraut sein.
Im Bereich der zentralen Schlagfläche kann der Schläger eine nicht limitierte Anzahl von Löchern mit einem Durchmesser zwischen 9 und 13 mm haben. Im Randbereich von 4 cm, gemessen von der Umrandung aus, können Löcher von einfacher runder oder länglicher Form mit größeren als den vorab genannten Maßen in der Konstruktion verwendet werden, mit dem Vorbehalt, dass sie normales Spiel erlauben.
Am Griffende muss zur Verhütung von Unfällen ein Riemen oder eine Kordel für das Handgelenk angebracht sein, deren maximale Länge sollte 35 cm sein (falls das Herumrutschen des Riemens, bzw. der Kordel stört, hilft Abkleben mit Klebeband, um dadurch die eigentliche Schlaufe etwas zu verkleinern).
Je nach Spielweise (von defensiv und kontrolliert bis aggressiv und mehr Geschwindigkeit) gibt es verschiedene Padelschläger:
Die Schläger haben unterschiedliche Gewichte:

Die Bälle haben die gleiche Größe wie Tennisbälle, aber einen etwas geringeren Luftdruck, so dass sie etwas langsamer sind. Die Bälle sind somit kaum von Tennisbällen zu unterscheiden. Die bekannten Tennisausstatter haben zumeist auch Padel-Bälle im Angebot.
Die Produzenten zeigen meist an, dass die Bälle von der FEP (Federación Española de Pádel) anerkannt sind, da diese in offiziellen Wettbewerben verwendet werden können.
Der Ball aus Gummi soll eine gleichmäßige Kugelform besitzen und eine einheitliche Farbe haben, entweder Gelb oder Weiß. Der Durchmesser sollte im Mittel zwischen 6,35 und 6,67 cm liegen und sein Gewicht zwischen 56,0 und 59,4 Gramm. Er sollte, fallengelassen aus einer Höhe von 2,54 m, beim Abspringen von einer harten Oberfläche wieder eine Höhe von 135 bis 145 cm erreichen. Der Innendruck des Balles sollte zwischen 4,6 und 5,2 kg pro 2,54 cm² liegen. Wenn in größeren Höhen ab 1.290 Metern über dem Meeresspiegel gespielt wird, sollte der verwendete Ball eine Absprunghöhe von mehr als 121,92 cm und weniger als 135 cm erreichen.
Die relativ kleinen Abmessungen des Spielfeldes und die haltbaren Materialien, die bei der Konstruktion eingesetzt werden können, machen eine relativ günstige Konstruktion auch in Städten auf kleinem Raum möglich. In Madrid findet man zum Beispiel in vielen Wohnsiedlungen Spielfelder und die allermeisten Sportzentren der Kommune sowie kommerzielle Fitness- bzw. Sportcenter bieten Padel-Felder zum Mieten an.
Der Grundriss des Spielfeldes ist ein Rechteck von 20 auf 10 Metern mit einer Toleranz von 0,5 %.
An den Stirnseiten schließen eine Mauer oder eine Glaswand das Spielfeld U-förmig ein, wobei die Begrenzung an den Stirnseiten sowie die ersten beiden Meter an den Längsseiten entlang eine Höhe von vier Metern hat (drei Meter Mauer / Glaswand und ein Meter Zaun) und sich die Höhe für die weiteren zwei Meter der Begrenzung entlang des Spielfeldrandes auf drei Meter verringert. Das Material der Spielwände, mit Ausnahme des Zauns, sollte ein gleichförmiges Abprallen des Balles ermöglichen, da dieser Teil der Spielfeldumrandung zur Spielfläche gehört. Die freigebliebenen Teile der Spielfeldseiten werden mit Maschendrahtzaun oder Drahtgitter mit einer Mindesthöhe von drei Metern geschlossen. In einer zweiten Variante können die Zäune der Spielfeldumrandung auch einheitlich rundherum mit einer Höhe von 4 Metern abschließen (siehe Zeichnungen), diese Variante ist jedoch eher unüblich und wird z. B. bei den Profispielen nicht eingesetzt.

Zumindest bei größeren Turnieren werden die Begrenzungen der Spielfelder durch Kunststoffglas gebildet, damit Zuschauer das Spielfeld von allen Seiten einsehen können. Türen für den Zutritt können in der Mitte der Spielfeldseiten eingebaut werden, wobei verschiedene Varianten im Rahmen der Regeln möglich sind. Die Türgriffe im Spielfeldraum sollten eingelassen sein, um Verletzungen vorzubeugen.
Das zehn Meter lange Netz teilt das Spielfeld mittig in der Länge, d. h. die Mittellinie auf der Netzoberkante hat einen Abstand von 10 Metern zu den beiden Stirnseiten. Die Höhe des Netzes im Zentrum des Spielfeldes sollte 0,88 Meter und an den Pfosten am Spielfeldrand maximal 0,92 Meter betragen. Die Pfosten selbst sollten eine maximale Höhe von 1,05 Metern nicht überschreiten.

Die Markierungslinien sollten eine Breite von 5 cm haben. Die Aufschlagslinien werden parallel zu Netz und Stirnseite in einem Abstand von drei Metern von der selbigen und einem Abstand von 6,95 Metern vom Netz aufgebracht. Die entstandene Fläche zwischen den Aufschlagslinien und dem Netz wird mit einer weiteren Linie parallel zu den Seitenbegrenzungen in die vier Aufschlagsfelder geteilt.
Die Spielfeldoberfläche kann aus porösem Beton, Zement, künstlichem Rasen oder aus einem synthetischen teppichähnlichen Belag bestehen. Die Farbe des Spielfeldbelags sollte Grün, Blau oder Erdbraun sein, es existieren aber auch andersfarbige Courts. Üblicherweise werden die Plätze fein mit einem hellen Sand eingestreut.

Die Anforderungen an den Padelschuh weichen vom Tennisschuh ab. Beim Padel muss die Sohle die spezifischen Richtungswechsel, Dreh- und Rutschbewegungen unterstützen, die für Padel charakteristisch sind, zudem sollte die Sohle ein rutschfestes Muster aufweisen, um Verletzungen vorzubeugen.
Die im Folgenden aufgezählten Regeln stellen nur einen Auszug aus dem gesamten Regelwerk dar.
Die Zählweise ist bis auf eine Ausnahme komplett identisch zum Tennis.
Die Punktfolge lautet 15, 30, 40 und mit dem vierten Punkt ist das Spiel gewonnen, wenn dies mit zwei Punkten Vorsprung geschieht. Ab dem dritten Punkt, also 40, wird bei Gleichstand nur noch „Vorteil“ und „Gleichstand“ genannt. Diejenige Mannschaft, die bei Vorteil einen weiteren Punktgewinn erzielt, gewinnt das Spiel. Einen Satz gewinnt die Mannschaft, die zuerst sechs Spiele mit einem Vorteil von zwei Spielen gewinnt. Bei einem Gleichstand von fünf Spielen muss also bis sieben zu fünf gespielt werden. Falls es zum Gleichstand von sechs Spielen kommt, wird wie im Tennis ein Tie-Break gespielt, wenn dies vorher ausgemacht wurde. Andernfalls wird so lange gespielt, bis eine Mannschaft einen Vorteil von zwei gewonnenen Spielen erreicht hat.
Im Tie-Break schlägt die Mannschaft und der Spieler auf, der dies auch bei normaler Fortsetzung des Spiels getan hätte. Der erste Spieler hat dabei nur einen Aufschlag, danach wechselt das Aufschlagrecht zwischen den beiden Teams nach jeweils zwei gespielten Punkten. Den Tie-Break gewinnt die Mannschaft, die zuerst sieben Punkte mit zwei Punkten Vorteil bzw. bei höheren Punktzahlen als sieben, einen Vorteil von zwei Punkten erspielt. Die Mannschaften tauschen im Tie-Break nach jeweils sechs gespielten Punkten die Spielfeldseite. Der Tie-Break gilt als Aufschlagspiel für das Team, das ihn begonnen hat, weshalb bei einem Folgesatz das andere Team das erste Aufschlagsspiel bestreitet.
Der Golden Point ist eine Regeländerung im Padel, die von der World Padel Tour eingeführt wurde, um die Dynamik und Spannung des Spiels zu erhöhen. Bei Einstand (40:40) wird statt des traditionellen Vorteils nur ein einziger, entscheidender Punkt gespielt. Das empfangende Doppel hat die Wahl, ob der Aufschlag auf der linken oder rechten Seite des Spielfelds erfolgen soll. Diese Regel, die erstmals 2020 implementiert wurde, stellt eine bedeutende Veränderung in der Punktevergabe des professionellen Padel-Spiels dar und trägt dazu bei, das Spiel für die Zuschauer attraktiver zu gestalten und die Spielzeit zu verkürzen. Analog gibt es im Tennis seit 2006 die No-Ad-Regel in den meisten Wettbewerben im Doppel, bei der dieselben Regeln gelten. Seit 2026 gilt bei der Premier Padel Tour die Regel, dass nach dem dritten Einstand ein Star Point die Entscheidung für das entsprechende Aufschlagspiel erbringen soll. Der Star Point ist dabei identisch mit der bislang Golden Point genannten Regelung.
Der Großteil des Padel-Vokabulars stammt aus Spanien aufgrund der dortigen Popularität des Sports. Mit dem rasanten Wachstum im Nahen Osten und in Afrika werden dem Padel-Vokabular jedoch immer mehr Wörter hinzugefügt:
Das Wirtschaftsmagazin Surplus kritisiert, dass hinter vielen Anbietern an Rendite interessierte Investoren stehen. Um Teil einer „hippen, urbanen Klasse zu werden“ müsse man daher „entsprechend flüssig“ sein.