Panchatantra

Buchseite aus dem Panchatantra (persische Handschrift, 15. Jahrhundert)

Das Panchatantra (Sanskrit, n., पञ्चतन्त्र, pañcatantra, [pʌɲʧʌtʌntɽʌ], wörtl.: „fünf Gewebe“) ist eine altindische Dichtung in fünf Büchern. Die heute bekannte Form ist zwischen dem späten 3. und 6. Jahrhundert n. Chr. entstanden. Es handelt sich um eine Sammlung moralischer Geschichten, Fabeln und Tiergeschichten. Sie wurden im indo-iranischen Kulturkreis zur Erziehung der Prinzen am Hofe benutzt, um die Kunst der Verwaltung und weltliche Weisheiten zu vermitteln. Im persischen Sassanidenreich wurde das Werk stark rezipiert, die ersten Übersetzungen ins Mittelpersische wurden im 6. Jahrhundert vorgenommen.

Entstehungszeit

Die Dichtung entstand nach Ansicht der neueren Forschung um 300 n. Chr., im 6. Jahrhundert war sie so bekannt, dass sie zunächst ins Pahlavi übersetzt und diese Fassung dann um 570 n. Chr. ins Altsyrische übertragen wurde. Über persische und arabische Übersetzungen gelangten die Fabeln im 13. Jahrhundert nach Europa, sodass das Panchatantra bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts an den Fürstenhöfen Europas bekannt war.

Das Panchatantra ist eine Kombination aus volkstümlicher Fabel und politischem Lehrbuch. Die Sprüche lehren hauptsächlich politische Weisheit, aber auch Lebensklugheit. „Es ist immer seiner ganzen Anlage nach ein Werk geblieben, dessen ausgesprochener Zweck es war, in angenehmer Weise das zu lehren, was die Inder Nitishastra (die Wissenschaft von der Führung, d.i. Regierungskunst und Politik) und mit einem anderen Namen auch Arthashastra (die Wissenschaft von den weltlichen Vorteilen)“ nennen. Neu war der Gedanke, politisches Wissen (nīti) in einer künstlerischen Form zu lehren. Das Tantrakhyayika ist ein Werk der Sanskrit-Kunstdichtung. Die Prosa ist Kunstprosa und gekennzeichnet durch lange Komposita. Die Beliebtheit des Buches ist wohl Ursache für die vielen Bearbeitungen. Heute existieren Übersetzungen in mehr als 50 Sprachen.

Forschungsstand

Schaubild der Überlieferungen und Übersetzungen des Panchatantra nach Edgerton, 1924

Der folgende Absatz beschreibt die Forscher, die sich mit dem Panchatantra beschäftigten und was der Gegenstand ihrer Untersuchung gewesen ist.

Das Panchatantra in der Weltliteratur

Syrische Illustration, die Hase und Elefantenkönig vor dem Spiegelbild des Mondes in der Quelle zeigt

Auf Geheiß des Sassanidenkönigs Chosrau I. (531–579) wurde eine nordwestindische Rezension zusammen mit anderen indischen Texten vom Arzt Burzooe ins Pahlevi (mittelpersische Schriftsprache) übertragen. Diese Übersetzung ist verloren gegangen, es existieren Übersetzungen aus dem Arabischen und Syrischen. Der Hauptwert der Pahlevi-Übersetzung ist es, dass sie Ausgangspunkt für die Verbreitung des Pancatantra und seines Erzählungsinhalts im Westen war.

Im Jahr 570 hat ein syrischer Geistlicher und Schriftsteller das Buch unter dem Titel Kalilag und Damnag aus dem Pahlevi ins Syrische übersetzt. Die Übersetzung ist lückenhaft überliefert.

Um das Jahr 750 lag eine arabische Übersetzung des Abdallah ibn al-Moqaffa mit dem Titel Kalīla wa Dimna (dt.: Löwenkönig und Schakal) vor. Diese arabische Übersetzung wurde die Quelle zahlreicher Übersetzungen in europäische und asiatische Sprachen:

  1. Um das 10. bis 11. Jahrhundert: wahrscheinlich nochmal eine Übersetzung ins Syrische aus dem Arabischen.
  2. Ende des 11. Jahrhunderts: Symeon Seth, Übersetzung aus dem Arabischen ins Griechische. Auf diesem griechischen Text beruhen Übersetzungen ins Italienische von Giulio Nuti (Ferrara 1583), zwei lateinische, eine deutsche und mehrere slawische Übersetzungen
  3. Größte Bedeutung hat die hebräische Übersetzung des Rabbi Joel vom Anfang des 12. Jahrhunderts, die nur in einer einzigen unvollständigen Handschrift erhalten ist. Sie lag folgenden Texten zu Grunde:
    • Eine lateinische Übersetzung des hebräischen Textes von Johann von Capua unter dem Titel „Liber Kalilae et Dimnae, Directorium vitae humanae“ zwischen 1263 und 1278. 1480 erschienen zwei gedruckte Ausgaben dieses Textes, die auf einer schlechten Handschrift beruhen.
    • Antonius von Pforr übersetzte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus dem Lateinischen ins Deutsche mit dem Titel „Das Buch der Beispiele der alten Weisen“. Lange Zeit hat diese Übersetzung zur Kenntnis des Werkes in ganz Europa beigetragen.
    • auf dem lateinischen Text von Johannes von Capua mit Benutzung von Pforrs deutscher Übersetzung beruht eine spanische Übersetzung, die 1493 in Saragossa gedruckt wurde
    • Eine italienische freie Nachahmung dieser spanischen Übersetzung sind die „Discorsi degli animali ragionanti tra loro“ des Agnolo Firenzuola, die zuerst 1548 erschienen und 1556 ins Französische übersetzt worden sind.
    • 1552 erschien Antonio Donis italienische Übersetzung in zwei Teilen. Der erste Teil wurde von Thomas North unter dem Titel „The Moral Philosophie of Doni. popularly known as The fables of Bidpai“ (London 1570 und 1601) ins Englische übersetzt
  4. eine zweite hebräische Übersetzung aus dem Arabischen von Jacob ben Eleazar gehört dem 13. Jahrhundert an. Nur die erste Hälfte des Werkes ist erhalten.
  5. 1142: von Abu'l-Māalī Naṣrullāh ibn Muhammed ibn 'Abdul-Ḥamīd veranstaltete persische Übersetzung mit dem Titel „Kitāb Kalīla wa Dimna“. Auf dieser Übersetzung beruhen mehrere osttürkische Übersetzungen und Bearbeitungen, sowie die unter dem Namen „Anwār-i Suhailī“ (dt. Die Lichter des Sterns Canopus) bekannte persische Neubearbeitung von Husain Wā'iz Kāšifī. Kāšifī passte die Sprache an die komplizierte Kanzleisprache des Timuridenhofs von Herat an und fügte viele Geschichten hinzu. Dieses Buch wurde wieder Quelle für zahlreiche Übersetzungen in europäische und asiatische Sprachen
    • In Europa wurde es durch die französische Übertragung bekannt, die von David Sahid und Gaulmin bekannt unter dem Titel „Livre des lumières ou la Conduite des roys“ zuerst 1644 in Paris erschien und dann ins Schwedische, Deutsche und Englische übertragen wurde
    • Noch weitere Verbreitung fand das Buch Anwār-i Suhailī durch die türkische Übersetzung, die unter dem Titel Humāyūn Nāmeh, „das Kaiserbuch“ von 'Alī-bin Ṣāliḥ' angefertigt und dem Sultan Suleyman I. (1512–1520) gewidmet wurde. Galland und Cardonne haben das Buch aus dem Türkischen ins Französische übersetzt und diese französische Übersetzung wieder ins Deutsche, Holländische, Ungarische und Malaiische übertragen.
  6. Unmittelbar aus der arabischen Übersetzung des „Kalīla und Dimna“ ist auch eine alte spanische Übersetzung hervorgegangen (um 1251). Teils auf dieser spanischen Übersetzung, teils auf dem Liber Kalilae et Dimnae des Johannes von Capua beruht Raimundus de Biterris Liber de Dina et Kalila.
  7. Aus einer unbekannten Fassung des Kalīla und Dimna stammen auch die meisten Fabeln im „Novus Esopus“ des Italieners Baldo, der in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts schrieb.
  8. Teils auf dem Kalīla und Dimna, teils auf südindischen Bearbeitungen des Pancatantra beruhen endlich auch zwei malaiische Fabelbücher, während andere hinterindische und inselindische Bearbeitungen unmittelbar aus dem Pancatantra hervorgegangen sind.

Quelle Moriz Winternitz:

Kriterien zur Bestimmung von Interpolation

Quelle Geib:

Der Inhalt des Panchatantra

Steinrelief des Mukteswar-Tempels in Bhubaneswar, das die Geschichte von Affe und Krokodil illustriert

Quelle des Abschnitts Johannes Hertel:

I. Die Trennung von Freunden (Mitra-bheda)

Rahmengeschichte: Löwe und Bulle

Im ersten Buch tritt ein Schakal namens Damanaka (Sanskrit für Wagemut) als arbeitsloser Minister in einem von einem Löwen regierten Königreich auf. Zusammen mit seinem moralisierenden Gefährten Karataka (Sanskrit für Vorsicht) schmiedet er Intrigen, um die Bündnisse und Freundschaften des Löwenkönigs zu zerstören. Eine Reihe von Fabeln beschreibt die Intrigen und Ursachen, die dazu führen, dass enge und unzertrennliche Freunde sich trennen.

  1. Affe und Keil (ape und wedge)
  2. Schakal und Trommel
  3. Der Händler und der Raumpfleger des Königs (merchant und king’s sweep)
  4. Mönch und Betrüger (Drei selbstverschuldete Unfälle?) (monk and swindler)
  5. Widder und Schakal (Rams and jackal)
  6. Der betrogene Weber (cuckold weaver)
  7. Krähen und Schlange (crows and serpent)
  8. Reiher, Fische und Krabbe (heron, fishes and crab)
  9. Löwe und Hase (lion and hare)
  10. Der Weber als Vishnu (weaver as vishnu)
  11. Dankbare Tiere und undankbarer Mann (grateful beasts and thankless man)
  12. Laus und Floh (louse and flea)
  13. Blauer Schakal (blue jackal)
  14. Gans und Eule (goose and owl)
  15. Löwe überlistet Kamel (lions retainers outwit camel)
  16. Löwe und Stellmacher (lion and wheelwright)
  17. Der Strandvogel und das Meer (strand-bird and sea)
    1. Zwei Gänse und Schildkröte (two geese and tortoise)
    2. Drei Fische (three fishes)
    3. Die Verbündeten der Spatzen und der Elefant (sparrow’s allies and elephant)
    4. Gans und Vogelfänger (goose and fowler)
    5. Löwe und Widder (lion and ram)
  18. Schakal überlistet Kamel und Löwe (Der listige Schakal) (jackal outwits camel and lion)
  19. König, Minister und falscher Mönch (king, minister and false monk)
    1. Mädchen heiratet eine Schlange (maid weds a serpent)
      1. Götter sind machtlos gegen den Tod (gods powerless against death)
  20. Affe, Glühwürmchen und aufdringlicher Vogel (ape, glow-worm, and officious bird)
  21. Gutes Herz und Schlechtes Herz (good-heart and bad-heart)
    1. Reiher, Schlange und Mungo (heron, serpent, and mongoose)
  22. Wie Mäuse Eisen fraßen (how mice ate iron)
  23. Gut macht gut, schlecht macht schlecht (good makes good, bad makes bad)
  24. Weiser Feind (wise foe)
  25. Närrischer Freund (foolisch friend)

II. Der Gewinn von Freunden (Mitra-samprāpti)

Rahmenerzählung: Taube, Maus, Krähe, Schildkröte und Gazelle

Das zweite Buch unterscheidet sich laut Olivelle in ihrem Aufbau deutlich von den übrigen Büchern, da es keine eigentlichen Fabeln enthält. Es handelt sich um eine Sammlung von Abenteuern vierer Figuren: einer Krähe (Aasfresser, kein Raubtier, in der Luft lebend), einer Maus (winzig, unterirdisch lebend), einer Schildkröte (langsam, im Wasser lebend) und eines Rehs (ein Weidetier, das von anderen Tieren als Beute angesehen wird, an Land lebend). Der allgemeine Schwerpunkt des Buches ist das Gegenteil des ersten Buches. Sein Thema ist es, die Bedeutung von Freundschaften, Teamarbeit und Bündnissen hervorzuheben. Es lehrt, so Olivelle: „Schwache Tiere mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten können gemeinsam das erreichen, was sie alleine nicht schaffen.“ Vereint durch ihre Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung beschreiben die Fabeln, wie sie alle äußeren Bedrohungen überlisten und gedeihen können.

  1. Der Vogel mit zwei Hälsen
  2. Die Maus und die beiden Mönche
    1. Enthülste Samen für unenthülste (hulled grain for unhulled)
  3. Der zu gierige Schakal (too greedy jackal)
    1. Herr „Was-das-Schicksal-befiehlt“ (Mr. What-fate-ordains)
  4. Der Weber, der Geizige und der Freigiebige (Der arme Somilaka) (Weaver and Stingy and Bountiful)
    1. Der Schakal und der Dorsch des Bullen (Jackal and bull's cod)
  5. Mäuse retten Elefanten (mice rescue elephants)
  6. Die frühere Gefangenschaft der Gazelle (deer’s former captivity)

III. Der Krieg zwischen Krähen und den Eulen (Kākolūkīyam)

Rahmenerzählung: Der Krieg zwischen Krähen und Eulen

Das dritte Buch befasst sich mit Krieg und Frieden und vermittelt anhand von Tierfiguren die Moral, dass ein Kampf der Köpfe ein strategisches Mittel ist, um die Armee eines weit überlegenen Gegners unschädlich zu machen. Die These dieser Sammlung lautet, dass ein Kampf der Köpfe eine mächtigere Kraft ist als ein Kampf der Schwerter. Die Wahl der Tiere enthält eine Metapher für den Kampf zwischen Gut und Böse sowie zwischen Licht und Dunkelheit. Krähen stehen für das Gute, sind schwächer und zahlenmäßig unterlegen und sind Geschöpfe des Tages (des Lichts), während Eulen als böse, zahlreich und stärker dargestellt werden und Geschöpfe der Nacht (der Dunkelheit) sind. Der Krähenkönig hört auf den scharfsinnigen und weisen Rat von Ciramjivin, während der Eulenkönig den Rat von Raktaksa ignoriert. Die guten Krähen gewinnen.

  1. Vögel wählen einen König (birds elect a king)
    1. Elefanten, Hasen und Mond (elephant and rabbit and moon)
    2. Katze als Richter zwischen Huhn und Hase (cat as judge between partridge and hare)
  2. Brahmane, Ziege und drei Schurken (brahman, goat, and three rogues)
  3. Schlange und Ameisen (serpent and ants)
  4. Gold-gebende Schlange (gold-giving serpent)
    1. Gold-gebende Vögel (gold-giving birds)
  5. Die Taube, die sich selbst opferte (self-sacrificing dove)
  6. Alter Mann, junge Frau und Dieb (old man, young wife, and thief)
  7. Ungeheuer, Dieb und Brahmane (ogre, thief, and brahman)
  8. Prinz mit einer Schlange im Bauch (prince with serpent in his belly)
  9. Der betrogene Stellmacher (cuckold wheelwright)
  10. Das Mäusemädchen will eine Maus heiraten (mouse-maiden will wed a mouse)
  11. Der Vogel, dessen Kot Gold war (bird whose dung was gold)
  12. Löwe und vorsichtiger Schakal (Fuchs und sprechende Höhle) (lion and wary jackal)
  13. Frösche reiten eine Schlange (frogs ride a serpent)
    1. Die Rache des Betrogenen (cuckold’s revenge)
    2. ? Der alte Hamsa als Retter

IV. Der Verlust von Freunden (Labdhapraṇāśam)

Rahmenerzählung: Affe und Krokodil

Das vierte Buch des Panchatantra ist eine einfachere Sammlung alter moralischer Fabeln. Diese, so Olivelle, vermitteln Botschaften wie „Ein Spatz in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach“. Sie mahnen den Leser, sich nicht dem Gruppendruck und hinterlistigen Absichten, die in beruhigende Worte verpackt sind, zu beugen. Das Buch unterscheidet sich von den ersten drei dadurch, dass die früheren Bücher positive Beispiele für ethisches Verhalten liefern und Beispiele und Handlungen aufzeigen, die man „tun“ sollte. Im Gegensatz dazu präsentiert das vierte Buch negative Beispiele mit Konsequenzen und liefert Beispiele und Handlungen, die man „vermeiden“ und vor denen man sich „in Acht nehmen“ sollte.

  1. Die Rache des Froschs übertrifft sich selbst (frog's revenge overleaps itself)
  2. ? Der bestrafte Zwiebeldieb
  3. Esel ohne Herz und Ohren (ass without heart and ears)
  4. Töpfer als Krieger (Potter as warrior)
    1. Schakal von einer Löwin aufgezogen (jackal nursed by lioness)
  5. Wie die falsche Frau wahre Liebe belohnt (how false wife rewards true love)
  6. Nanda und Vararuci als Sklaven der Liebe (Nanda and Vararuci as slaves of love)
  7. Esel in Tiger-Fell (ass in tiger-skin)
  8. Ehebrecherin durch die Geliebte ausgetrickst (adulteress tricked by paramour)
  9. Affe und aufdringlicher Vogel (ape and officious bird)
  10. Die vier Feinde des Schakals (jackals’ four foes)
  11. Der Hund im Exil (dog in exile)

V. Die Früchte der Voreiligkeit (Aparīkṣitakārakaṃ)

Rahmenerzählung: Der Barbier, der die Mönche tötete (The barber who killed the monks)

Das fünfte Buch enthält wie das vierte eine Sammlung einfacherer moralischer Fabeln. Auch diese zeigen negative Beispiele mit ihren Konsequenzen auf und bieten dem Leser Beispiele und Handlungen, über die er nachdenken, die er vermeiden und vor denen er sich hüten sollte. Zu den Lehren in diesem letzten Buch gehören: „Informiere dich gründlich, sei geduldig, handle nicht übereilt, um es später zu bereuen“, „baue keine Luftschlösser“. Das Buch ist auch insofern ungewöhnlich, als fast alle seine Figuren Menschen sind, im Gegensatz zu den ersten vier Büchern, in denen die Figuren überwiegend anthropomorphisierte Tiere sind. Laut Olivelle könnte es sein, dass der antike Autor des Textes versuchte, den Leser aus der Fantasiewelt sprechender und nachdenkender Tiere in die Realitäten der menschlichen Welt zu führen.

  1. Brahmane und treuer Mungo (Brahmane and faithful mongoose)
  2. Die beiden Mörder (die vier Schatzsucher) (four treasure-seekers)
  3. Löwen-Macher (lion-makers)
  4. Tausendklug, Hundertklug, Einmalklug (thousand-wit, hundred-wit, single-wit)
  5. Esel als Sänger (ass as singer)
  6. Zweiköpfiger Weber (two-headed weaver)
  7. Brahmane baut Luftschlösser, der Brahmane mit dem Grüztopf (brahman builds air-castles)
  8. Die Rache des Affen (apes revenge)
  9. Biest, Dieb und Affe (ogre, thief, and ape)
  10. Blinder Mann, Krummbuckel und Prinzessin mit drei Brüsten (blind man, hunchback, and three-breasted princess)
  11. Der vom Biest heimgesuchte Brahmane (ogre-ridden brahman)

Ausgaben und Übersetzungen

Literatur

Commons: Panchatantra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. ↑ Vgl. Patrick Olivelle: Pañcatantra. The Book of India's Folk Wisdom. Oxford 1997, S. XII.
  2. ↑ Patrick Olivelle: Pañcatantra. The Book of India's Folk Wisdom. Oxford 1997, S. XII.
  3. ↑ Vgl. Moriz Winternitz: Geschichte der Indischen Literatur. Bd. 3. Leipzig 1922, S. 273.
  4. ↑ Vgl. Moriz Winternitz: Geschichte der Indischen Literatur. Bd. 3. Leipzig 1922, S. 290.
  5. ↑ Vgl. Kai Brodersen: Symeon Seth, Fabelbuch. Griechisch und deutsch. Speyer 2021.
  6. ↑ Christine van Ruymbeke: Kashefi's Anvar-e Sohayli: Rewriting Kalila wa-Dimna in Timurid Herat, Leiden: Brill, 2016, S. XXIII-XXVIII.
  7. ↑ Vgl. Moriz Winternitz: Geschichte der Indischen Literatur. Bd. 3. Leipzig 1922, S. 294 ff.
  8. ↑ vgl. Geib S. 95 und Vorwort Geib
  9. ↑ Die Gliederung und Auflistung der Geschichten sind aus Hertels Punandra Pancatantra entnommen (Pancatantra - A Collection of ancient hindu tales. Hrsg. von Johannes Hertel, Harvard University, 1908).
  10. ↑ Salman Rushdie: Freiheit und das Meer der Geschichten. Institut für Auslandsbeziehungen, 9. Mai 2025, abgerufen am 17. September 2026.
  11. ↑ Patrick Olivelle: Pañcatantra: The Book of India's Folk Wisdom. Oxford University Press, 2009, ISBN 978-0-19-955575-8, S. xviii–xix (englisch, google.com).
  12. 1 2 Patrick Olivelle: Pañcatantra: The Book of India's Folk Wisdom. Oxford University Press, 2009, ISBN 978-0-19-955575-8, S. xix, 71–104 (englisch, google.com).
  13. 1 2 3 Patrick Olivelle: Pañcatantra: The Book of India's Folk Wisdom. Oxford University Press, 2009, ISBN 978-0-19-955575-8, S. xx, 105–145 (englisch, google.com).
  14. 1 2 Patrick Olivelle: Pañcatantra: The Book of India's Folk Wisdom. Oxford University Press, 2009, ISBN 978-0-19-955575-8, S. xx-xxi, 146–154 (englisch, google.com).
  15. 1 2 Patrick Olivelle: Pañcatantra: The Book of India's Folk Wisdom. Oxford University Press, 2009, ISBN 978-0-19-955575-8, S. xx-xxi, 155–159 (englisch, google.com).