Ioannis Kapodistrias wählte die Mitglieder des Panellinions aus Listen bedeutender Persönlichkeiten aus, die ihm aus allen Regionen Griechenlands vorgelegt worden waren. Das Panellinion war in drei Fachausschüsse unterteilt, die jeweils neun Mitglieder umfassten und für die Bereiche Wirtschaft, Inneres sowie Krieg (Land & Marine) zuständig waren. Die Leitung dieser Ausschüsse übernahm der zum Staatssekretär ernannte Spyridon Trikoupis aus Messolongi, obwohl er erhebliche Bedenken gegenüber dieser Ernennung hatte.
Am Morgen des 26. Januar 1828 wurden Ioannis Kapodistrias, die ersten Mitglieder des Panellinions sowie der Staatssekretär Spyridon Trikoupis in der Kathedrale von Aeginavereidigt. Am 3. Februar 1828 folgte die Vereidigung weiterer sechs Mitglieder des Panellinions, wodurch das Gremium vollständig besetzt war.
Kapodistrias nutzte das Panellinion, um seine Macht zu festigen und die Politik des griechischen Staates zentral zu steuern. Unter anderem setzte er die Verfassung der Dritten Nationalversammlung in Troizen aus, was ihm eine effiziente Regierungsführung ermöglichte, aber auch zu Spannungen mit denen führte, die eine demokratischere und dezentralere Regierungsform anstrebten.
In der Vierten Nationalversammlung in Argos wurde am 22. Juni 1829 das Panellinion durch einen Senat mit 27 Senatoren abgelöst, welcher ebenfalls einen beratenden Charakter hatte.
123Giannis Biris:Ελληνική Επανάσταση: Η κυβέρνηση Καποδίστρια (1828-1831). [Griechische Revolution: Die Regierung von Kapodistrias (1828-1831)]. In: ΕΛΕΥΘΕΡΙΑ Online. (eleftheriaonline.gr[abgerufen am 11.März 2025]).
12345Georgios Christopoulos:Ιστορία του Ελληνικού Έθνους, Η ελληνική επανάσταση και η ίδρυση του εληνικού κράτους 1921-1832. [Geschichte der griechischen Nation, Die griechische Revolution und die Gründung des hellenischen Staates 1921-1832]. Athen 1975, S.485.
123456789I. A. Vretou:Σελίδες εκ της Ελληνικής Ιστορίας, Ο Κυβερνήτης Ιωάννης Καποδίστριας. Seiten aus der griechischen Geschichte, Gouverneur Ioannis Kapodistrias. In: Ioannis D. Kallaros (Hrsg.): Εγκυκλοπαιδικόν Ημερολόγιον 1912. Athen 1911, S.61 (griechisch).