Bei Paneldaten handelt es sich um zweidimensionale Daten, die im Rahmen einer Panelstudie erhoben werden. Bei einer Panelstudie wird dieselbe Stichprobe zu mehreren Zeitpunkten untersucht, es handelt sich also um eine Kombination von:
Neben den immer selben Untersuchungseinheiten (z. B. Personen, Haushalte oder Unternehmen) im Panel und der mehrfachen Durchführung der Erhebung (z. B. monatlich, jährlich oder zweijährlich) wird als drittes Merkmal genannt, dass dieselben oder zumindest die gleichen Inhalte erfragt oder erhoben werden.
Die Paneldatenanalyse ist die statistische Analyse von Paneldaten im Rahmen der Panelforschung. Obwohl es sich bei einem Panel weiterhin um Beobachtungsstudien handelt (es findet keine Intervention statt), besteht ein wesentliches Ziel darin, der Kausalanalyse so nah wie möglich zu kommen.
Paneldaten werden in Tabellen organisiert, die aus Zeilen und Spalten bestehen. Dabei gibt es zwei wesentliche Formate (vgl. Wide-Format und Long-Format):
Wird jede Person-Jahr-Kombination als einzelne Beobachtung betrachtet, spricht man von gepoolten Daten.
In der einfachen Panelstudie wird in jeder Erhebung die gesamte Stichprobe befragt. Um den Einfluss von Panelmortalität und Paneleffekten einzudämmen, wurden weitere Panel-Designs entwickelt. Nach der Durchführung kann man beispielsweise Online-Panels unterscheiden. Große Untersuchungen werden auch mit gemischten Methoden durchgeführt, etwa Computer Assisted Telephone Interview.
Nachfolgend dargestellt sind Beispieldaten eines balancierten und unbalancierten Panels. Auf der rechten Seite liegen nicht für jede Person zu jeder Zeit Daten vor. Beide Tabellen zeigen Paneldaten im Long-Format.
| balanciertes Panel: | unbalanciertes Panel: | |
|---|---|---|