Pantscho Wladigerow

Pantscho Wladigerow

Pantscho Haralanov Wladigerow (bulgarisch: Панчо Хараланов Владигеров; ISO 9: Pančo Haralanov Vladigerov; auch: Pantcho Vladigueroff, Pantscho Wladigueroff, Pancio Vladigherov; Vladigerov, Wladigeroff oder Vladigeroff; * 13. März 1899 in Zürich; † 8. September 1978 in Sofia) war ein bulgarischer Komponist, Pianist und Hochschullehrer.

Leben

Grab in Sofia

Wladigerow studierte ab 1912 in Berlin bei Georg Schumann, Friedrich Gernsheim und Paul Juon. Zweimal, 1918 und 1920, errang er den Mendelssohn-Preis. Er wirkte an mehreren Theatern als Kapellmeister und Pianist – darunter von 1920 bis 1932 für Max Reinhardt am Deutschen Theater in Berlin. Wegen des zunehmenden Antisemitismus verließ er Deutschland und wurde 1932 für vierzig Jahre Professor für Klavier und Komposition an der Nationalen Musikakademie von Sofia, die heute seinen Namen trägt. Zu seinen Schülern zählt u. a. Alexis Weissenberg, Stefan Remenkow. Sein Sohn, Alexander Wladigerow (1933–1993), war als Dirigent und Komponist tätig.

Werke (Auswahl)

Wladigerow komponierte zwei Opern und ein Ballett, zwei Sinfonien, eine Suite, eine Legende und zwei Ouvertüren für Orchester, Bulgarische und Rumänische Tänze, ein Cellokonzert, fünf Klavier- und drei Violinkonzerte, kammermusikalische Werke, Klavierwerke, Werke für zwei Klaviere, Lieder und Volksliedbearbeitungen.

Gedenken

Seit 2013 ist er Namensgeber für die Wladigerow-Passage, eine Meerenge in der Antarktis.

Aufnahmen

Literatur

Personendaten
NAME Wladigerow, Pantscho
ALTERNATIVNAMEN Владигеров, Панчо Хараланов; Wladigerow, Pantscho Haralanov
KURZBESCHREIBUNG bulgarischer Pianist, Komponist und Musikprofessor
GEBURTSDATUM 13. März 1899
GEBURTSORT Zürich
STERBEDATUM 8. September 1978
STERBEORT Sofia