| Papillicardium minimum | ||||||||||||
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Papillicardium minimum (aus Sowerby, 1859) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Papillicardium minimum | ||||||||||||
| (R. A. Philippi, 1836) |
Papillicardium minimum ist eine Muschel-Art aus der Familie der Herzmuscheln (Cardiidae) in der Ordnung Cardiida. Sie kommt im Ostatlantik vor.
Die gleichklappigen Gehäuse sind vergleichsweise klein, bis etwa 15 mm lang, nach anderer Quelle bis 12 mm (im Mittel um 4 mm). Sie sind im Umriss rundlich bis gerundet-dreieckig oder auch schief-eiförmig. Die Gehäuse sind ungleichseitig, die Wirbel sitzen etwas vor der Mittellinie. Der vordere Dorsalrand ist sehr kurz, der hintere Dorsalrand ist viel länger. Er ist gerade und fällt sanft ab. Dorsalrand und Hinterrand bilden einen flachen Winkel. Der Hinterrand ist schwach gekrümmt. Ventral- und Vorderrand bilden eine große Krümmung.
Das Ligament sitzt auf einer kurzen Nymphe. Das Schloss besteht in der rechten Klappe aus zwei vorderen Seitenzähnen, zwei Hauptzähnen und einem hinteren Seitenzahn. In der linken Klappe befinden sich nur je ein vorderer und hinterer Seitenzahn und zwei Hauptzähne.
Die Schale ist sehr dünn und fast durchscheinend. Die Schalen sind innen und außen weiß. Die Ornamentierung besteht aus 28 bis 32 radialen Rippen, die Zwischenräume sind enger als die Rippen, mit Ausnahme auf dem hinteren Gehäusefeld. Auf den Rippen sitzen zahlreiche, verkehrt-v-förmige Höcker, die am Hinter- und Vorderrand besonders hervortreten. Die Ornamentierung ist jedoch variabel. In einer Form sind die Höcker im vorderen und mittleren Gehäuseteil schmal und erstrecken sich nicht bis zum Gehäuserand. Im hinteren Teil kommen die Höcker in etwas unterschiedlichen Formen vor, die letzte Reihe kann zu Dornen ausgezogen sein. In anderen Formen sind die Höcker fast reduziert. Meist sind juvenile Exemplare stärker ornamentiert als adulte Exemplare. Lediglich am Dorsalrand und am Vorderrand sind sie zu Dornen ausgezogen. Die Rippen kreuzen sich mit Anwachsstreifen, die nur in den Zwischenräumen zu sehen sind. Gelegentlich kommen auch deutlichere Wachstumsunterbrechungen vor. Das Periostrakum ist dünn und meist abgeblättert.
Papillicardium minimum unterscheidet sich von Papillicardium papillosum vor allem durch die geringere Größe und die Form der Höcker.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Island und im Ostatlantik von Nordnorwegen bis nach Marokko. Sie dringt auch in die Nordsee und in das Mittelmeer vor; sie fehlt aber in der südlichen Nordsee. Die Tiere leben auf Schlamm-, Sand- und Kiesböden von etwa 4 Meter bis 161 Meter Wassertiefe.
Das Taxon wurde 1836 von Rudolph Amandus Philippi als Cardium minimum erstmals beschrieben. Es wurde bisher meist zur Gattung Parvicardium Monterosato, 1884 gestellt (z. B. Poppe & Goto). Die MolluscaBase führt die Art nun unter Papillicardium Sacco, 1899. MolluscaBase führt folgende Synonyme auf: Cardium loveni W. Thompson, 1845, Cardium perrieri Dautzenberg & Fischer, 1897, Cardium suecicum Lovén, 1846 und Cardium suediense Reeve, 1845.