Patrik Berg

Patrik Berg 2026

Patrik Berg (* 26. Oktober 1985 in Bonn) ist ein deutscher Musikproduzent und DJ im Bereich Techno und elektronischer Musik. Er veröffentlichte unter anderem auf den Labels Tronic, Filth on Acid, Terminal M, Intec und Drumcode. Seit 2023 betreibt er das Kölner Musiklabel Exzess. Seit 2026 konzentriert sich Berg verstärkt auf eigene Musikproduktionen sowie auf eigens entwickelte Konzert- und Liveformate, die Techno mit gesprochenen Texten, visuellen Inszenierungen und einer übergreifenden Erzählung verbinden.

Leben und Karriere

Patrik Berg wurde 1985 in Bonn geboren und lebt seit vielen Jahren in Köln. Mit 26 Jahren begann er ein Studium im Bereich Audio Engineering und Music Production am SAE Institute in Köln. Während dieser Zeit begann er, eigene elektronische Musik zu produzieren. Anders als viele DJs kam Berg damit zunächst über die Musikproduktion zum Auflegen und nicht umgekehrt.

Seinen ersten DJ-Auftritt hatte er, nachdem ihn ein befreundeter Veranstalter dazu überredet hatte, seine eigenen Produktionen auf einer Veranstaltung in Köln zu spielen. Dafür brachte er sich innerhalb kurzer Zeit das Auflegen bei. Seit 2013 war Berg anschließend als Musikproduzent und DJ aktiv.

Ab 2017 veröffentlichte Berg zunehmend auf international etablierten Techno-Labels. Mit „My Moog“ auf Tronic erschien 2017 seine erste internationale Veröffentlichung. Im selben Jahr folgte die „Running Numbers“-EP auf Reinier Zonnevelds Label Filth on Acid.

2018 begann die Zusammenarbeit mit Monika Kruses Label Terminal M. Seine dort veröffentlichte „Discovery“-EP erreichte Platz drei der Beatport-Techno-Charts. Es folgten weitere Veröffentlichungen auf dem Label, darunter „Bright“, „Like Forever“, „Never Stop“, „Techno Poem“ und „Nothing But Love“. Die 2020 erschienene „Like Forever“-EP enthielt neben dem Titeltrack auch den Track „Hope“.

Ein großer Teil seiner Veröffentlichungen auf Terminal M erschien neben der digitalen Veröffentlichung auch auf Vinyl. Dazu zählen unter anderem „Discovery“, „Bright“, „Like Forever“, „Never Stop“, „Techno Poem“ und „Nothing But Love“.

2020 folgte mit „Activated“ eine Veröffentlichung auf Adam Beyers Label Drumcode. Der Titel erschien auf „A-Sides Vol. 10“ und wurde ebenfalls auf Vinyl veröffentlicht. 2021 folgte „Living the Lie“, das ebenfalls auf Drumcode erschien und als 12"-Vinyl veröffentlicht wurde.

Parallel zu seinen Veröffentlichungen etablierte sich Berg als international auftretender DJ. Er spielte unter anderem im Womb in Tokio, im EGG in London und im Sisyphos in Berlin sowie auf Festivals wie Nature One und dem Nibirii Festival.

2022 trat Berg bei der ersten Rave The Planet Parade in Berlin auf. Er spielte auf dem Main-Float der Parade, an der nach Angaben des Veranstalters rund 300.000 Menschen teilnahmen. Sein DJ-Set wurde im Rahmen der Veranstaltung von ARTE Concert übertragen. Im selben Jahr veröffentlichte Berg einen Remix der offiziellen Rave-The-Planet-Hymne „Rave The Planet“ von A*S*Y*S und Kai Tracid.

Exzess

2023 gründete Patrik Berg in Köln das Musiklabel Exzess. Die erste Veröffentlichung des Labels war Bergs Single „Punchline“, die am 30. Juni 2023 unter der Katalognummer XZS001 erschien. In einem Interview mit dem FAZEmag bezeichnete Berg die Gründung des eigenen Labels als nächsten Schritt seiner künstlerischen Entwicklung. Exzess sollte dabei zunächst einen Schwerpunkt seiner Veröffentlichungen bilden, ohne Veröffentlichungen auf anderen Labels grundsätzlich auszuschließen.

In den folgenden Jahren entwickelte sich Exzess von einer Plattform für Bergs eigene Produktionen zu einem Label, auf dem auch Musik anderer Künstler veröffentlicht wird. Das unabhängige Kölner Label wird von Berg geführt und kuratiert und umfasst inzwischen mehr als 20 Veröffentlichungen.

Medienauftritte

2024 war Patrik Berg in der dreiteiligen Netflix-Dokumentarserie „Crime Scene Berlin: Nightlife Killer“ zu sehen. Die von Beetz Brothers Film Production produzierte True-Crime-Serie rekonstruiert eine Mordserie im Berliner Nachtleben des Jahres 2012 und erschien am 3. April 2024 weltweit auf Netflix.

Berg tritt in der Dokumentation als Vertreter der Clubszene auf und spricht über die Berliner Clubkultur und die Entwicklung des Nachtlebens nach der deutschen Wiedervereinigung. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete anlässlich der Veröffentlichung ausführlich über seinen Auftritt in der Serie.

Kurz nach ihrer Veröffentlichung gehörte „Crime Scene Berlin: Nightlife Killer“ zu den zehn meistgesehenen Netflix-Serien in Deutschland und erreichte zwischenzeitlich Platz zwei.

Künstlerische Neuausrichtung und "Mensch & Maschine"

Ab 2026 verlagerte Berg seinen künstlerischen Schwerpunkt zunehmend vom regelmäßigen DJ-Touring auf eigene Musikproduktionen und ein neu entwickeltes Live-Format. In Interviews erklärte er, dass er weiterhin gerne als DJ auflege, klassische Club-Slots jedoch nicht mehr als ausreichenden Rahmen für seine künstlerischen Vorstellungen empfinde. Stattdessen begann er, Musik, Sprache, Dramaturgie und visuelle Elemente stärker miteinander zu verbinden.

Aus dieser Neuausrichtung entstand das Konzeptalbum „Mensch & Maschine“. Das aus 13 Titeln bestehende Werk beschäftigt sich mit künstlicher Intelligenz, technologischem Fortschritt und dem Verhältnis zwischen Mensch und Maschine. Das Album ist als zusammenhängende Erzählung in mehreren Akten angelegt und wird teilweise aus der Perspektive einer künstlichen Intelligenz erzählt.

Am 8. September 2026 erschien „Mensch & Maschine“ als Doppel-LP auf Bergs eigenem Label Exzess. Musikalisch verbindet das Album verschiedene Spielarten elektronischer Musik mit gesprochenen und gerappten Passagen sowie Einflüssen aus Hip-Hop und Techno. Die Texte und Vocals sind dabei Teil der übergreifenden Erzählung des Albums.

Die audiovisuelle Live-Premiere von „Mensch & Maschine“ ist für den 26. November 2026 im Club Bahnhof Ehrenfeld in Köln angekündigt. Die eigens für das Projekt entwickelte Live-Show verbindet elektronische Musik mit Vocals, gesprochenen Texten, Animationen, Licht, Projektionen und einer visuellen Inszenierung. Im Mittelpunkt steht dabei die Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz sowie den gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen, die mit ihrer zunehmenden Verbreitung verbunden sind.

Diskographie (Auszug)

Album

Singles & EP's

Remixe (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Neue Netflix-Doku über Mord im Berliner Darkroom | Kölner DJ: „Mir wurden auch K.O.-Tropfen verabreicht“
  2. ↑ Patrik Berg, auf beatport.com
  3. ↑ Patrik Berg – Punch & Exzess, auf fazemag.de
  4. ↑ Punchline auf beatport.com
  5. ↑ Mensch & Maschine, auf exzessrecords.de
  6. ↑ Crime Scene Berlin: Nightlife Killer, auf about.netflix.com
  7. ↑ Patrik Berg – Die Evolution eines Künstlers, auf fazemag.de
  8. ↑ Patrik Berg über KI, das Ende seiner DJ-Karriere und das Album Mensch und Maschine, auf sinee.de
  9. ↑ [https://www.deejay.de/Patrik_Berg_Mensch_%26_Maschine_2x12_XZSA001_Vinyl__1244350 Patrik Berg Mensch & Maschine 2x12"], auf deejay.de
  10. ↑ Patrik Berg „Mensch & Maschine“, auf clubbahnhofehrenfeld.de
Personendaten
NAME Berg, Patrik
KURZBESCHREIBUNG deutscher DJ und Musikproduzent
GEBURTSDATUM 26. Oktober 1985
GEBURTSORT Bonn