| Film | |
| Titel | Patronymic |
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| Produktionsland | Niederlande, Ukraine |
| Originalsprache | Englisch, Ukrainisch, Polnisch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 22 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Family Affair Films |
| Stab | |
| Regie | Marija Ponomarowa |
| Drehbuch | Marija Ponomarowa |
| Produktion | Noortje Wilschut |
| Musik | John Object |
| Kamera | Roy van Egmond |
| Schnitt | Douwe Dijkstra |
| Besetzung | |
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Patronymic ist ein niederländisch-ukrainischer dokumentarischer-Kurzfilm von Marija Ponomarowa aus dem Jahr 2026. Auf einer Zugreise nach Kiew beschäftigt sich die Regisseurin mit ihrem Vatersnamen.
Eine Frau liegt im Abteil eines Schlafzuges und die Grenzkontrollen an den europäischen Grenzen ziehen vorbei. Sie erzählt von ihrem Patronym, einem ukrainischen Mittelnamen, der aus dem Vornamen des Vaters gebildet wird. Manche ukrainische Kinder müssen mit dem Namen eines unbekannten Vaters leben, aber die Erzählerin fragt sich, warum ihrer nicht auf den internationalen Ausweisdokumenten vorkommt. Zwischendurch wird sie von einem Chor unterbrochen, der fragt, ob es für die Ukraine aktuell nicht Wichtigeres gäbe.
Denn sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater. Auf Fotos schneiden sie immer Grimassen miteinander, aber die ersten eineinhalb Jahre des Ukrainekrieges konnten sie sich nicht besuchen. Vorher verband sie ein dreistündiger Flug, nun muss die Regisseurin 26 Stunden Zugfahrt auf sich nehmen. Dadurch kann sie allerdings wieder Zeit mit ihren Eltern verbringen und fragt sich, ob sie nicht auch das Patronym annehmen kann.
Das Filmprojekt wurde 2022 beim Pitchingformat DOK Short n’ Sweet beim DOK Leipzig vorgestellt. Produziert wurde es von Noortje Wilschut für Family Affair Films; Ponomarowa war als Koproduzentin beteiligt. Zu den Förderern gehörten der Netherlands Film Fund und der Amsterdam Fund for the Arts.
Die Premiere fand beim Toronto International Film Festival 2026 statt. Dort wurde Patronymic für den Kurzfilmwettbewerb Short Cuts nominiert. Im Oktober lief der Film im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm des DOK Leipzig 2026.
Scott Gilliland von Upcoming on Screen lobte die einfallsreiche Verbindung von inszenierten Szenen, Fotografien, Chören und Videogesprächen. Dadurch werde die persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Namen auch zu einer Betrachtung kultureller Identität während des Krieges. Zugleich bemängelte er einzelne Wiederholungen und hielt eine leichte Straffung für sinnvoll.